• Bezeichnung: Höhenmesser für Flugzeuge/ Ballone
  • Messbereich: 0 – 5000m
  • Hersteller: ? Frankreich
  • Baujahr: ca. 1917
  • Besonderheiten:
      • Gehäuse aus Aluminium
      • Bezifferung und Zeiger zum Teil mit Leuchtmasse belegt
      • in originaler Lederschutztasche zum Aufhängen im/ am Flugzeug mit 4 Ösen
      • Stellrad zum Verstellen der Höhenmeterskala (äußerer Ziffernblattkreis)

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  • Bezeichnung: Höhenmesser (für Flugzeuge und Luftschiffe/ Ballone)
  • Messbereich: 0 – 3500 m
  • Hersteller: Otto Bohne Nachf., Berlin
  • Baujahr: 1915
  • Werknummer: 14859
  • Besonderheit: Im Innenbereich des Gehäuses befindet sich eine Abnahmegravierung „just. 21.8.15“ was auf das Datum der Justierung/Eichung des Gerätes schließen lässt, und damit auch auf Herstellungsjahr 1915.
  • Bemerkung: zugehörige Ledertransporttasche mit Aufhängeriemen zur Befestigung im Führerraum fehlt

Bemerkung zur barometrischen Höhenmesseung, Quelle: „Die Techniken der Aneroid-Barometer“, 2. erweiterte Ausgabe, Rainer Holland, 2019

https://www.epubli.de/shop/buch/Techniken-der-Aneroid-Barometer-Rainer-Holland-9783748527725/85188

Die Entwicklung der Flughöhenmesser lief parallel zur Entwicklung der Flugzeuge ab. Es wurden stets größere Höhenbereiche und genauere Anzeigen gefragt. An dieser Stelle müssen wir kurz auf die besonderen Anforderungen im militärischen Bereich eingehen, da sie dort am Schwierigsten waren.
Der Kontakt zu den Hintermännern der Internetpräsentation hat diesen Teil des Kapitels überhaupt erst möglich gemacht.
Was ist für einen Piloten im offenen Doppeldecker, hier mit einem Otto Bohne Höhenmesser, wichtig zu wissen? Nicht die absolute Flughöhe über Meeresniveau, sondern im Landeanflug die Höhe über seinem Flugfeld, also eine relative Höhe.

Relative Höhen, sind Höhen über dem Grund, und waren auch für Bombenschützen wichtig, um die Fallzeit
der Bomben bis zum Aufschlag kalkulieren zu können.
Nun kann man mit keinem barometrischen Höhenmesser solche Messungen vornehmen.
Man musste sich anders behelfen.
Der Pilot stellte vor dem Start seinen Höhenmesser auf 0 ein, man sprach vom Nullen. Bei der späteren Landung war bei der Anzeige 0 der Boden wieder erreicht. Bei diesem Vorgang wurden Luftdruck, Breitengrad und Temperatur automatisch erfasst.

In späteren Instrumenten gab es einen extra Nullzeiger dafür.
Ein anderes Verfahren war sinnvoll, wenn die Landung an einem anderen Ort in anderer Höhe erfolgen sollte.
Der Pilot stellte nun an seinem Höhenmesser die Höhe seines Startplatzes auf der Höhenskala ein. Wenn er
dann in einer anderen bekannten Höhe landen wollte, musste er eben nicht bei 0, sondern z.B. bei 520 m
landen. Auch hierbei flossen der Luftdruck etc. in die Justierung ein.

Ein kleiner Nebeneffekt bei dieser Art war, dass während der damals sehr kurzen Flüge von 1-3 Std. die angezeigte
Höhe der absoluten Höhe entsprach, was beim Überfliegen von Hindernissen mit bekannten Höhen ein kleiner Vorteil war. Ansonsten interessierte den Piloten im Flug die genaue absolute
Höhe nicht.
Für den Bombenschützen half die Kenntnis seiner absoluten Flughöhe, wenn er zusätzlich wusste, in welcher Höhe sein Ziel lag. Die Differenz war die relative Höhe, die  Höhe über Grund.
Fehlte ihm die Flug- oder Zielhöhe, so konnte nur ein Probewurf helfen. Die Fallzeit bis zum Aufschlag
wurde dann beim Zielwurf als Vorhalt genommen.

Zurück zu den Landungen. Da barometrische Höhenmesser nicht über einen so großen Höhenbereich genau anzeigen können, wurden Landungshöhenmesser vorgeschlagen, die in z.B. den letzten 150 m in Betrieb gingen und in
größerer Höhe mechanisch ausgeschaltet waren. Mit solchen Instrumenten könne man bei nur 1% Fehler immerhin auf 1 m genau messen.
Die Forderungen an Höhenmesser zur Zeit WK1 und WK2 waren: GenaueAnzeige bei der Landung,
Temperaturkompensation, Verringerung der Nachwirkung (Hysterese),  gute Ablesbarkeit also Linearität der Skalen. Kein Flattern des Zeigers, Bedienbarkeit mit Handschuhen und guter Witterungsschutz.
Kein Wunder, dass die Höhenmesser von Otto Bohne Nachf. in vielen der militärischen
Flugzeuge zu finden waren. Sie hatten eine Temperaturkompensation mit stabilem Bimetall im ersten langen Hebel, ein Aluminiumgehäuse, eine exzellente Verarbeitung und ein sehr gutes Schutzetui, das auch zur Aufhängung diente.

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  • Bezeichnung: elektrischer Ferndrehzahlmesser
  • Messbereich: 0-1200 U/min
  • Baumuster:
  • Hersteller: Dr.Th.Horn, Leipzig
  • Baujahr: ca. 1918
  • Werknummmer:
  • Verwendung: vielseitig, u.a. in Flugzeugen, Triebwagen, Prüfständen, Handels- und Kriegsschiffen

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  • Bezeichnung: Luftpumpe für die Benzinanlage von Flugzeugen (zum Aufbau des Drucks vor dem Anlassen des Motors)
  • Hersteller: Rheinische Aerowerke GmbH
  • Baujahr: ca. 1917
  • Eingebaut in: allen Flugzeugbaumustern der damailgen Zeit
  • Verwendung: Luftpumpe für die Benzinanlage zum Aufbau des Drucks vor dem Anlassen des Motors. Mit der Pumpe wurde vor dem Anlassen der Motors der Druck in der Benzinanlage aufgebaut. Wenn der Motor lief, übernahm die Funktion dann die Benzinpumpe am Motor.
  • Länge: 560 mm
  • Durchmesser: 38 mm
  • Allgemeines zum Hersteller: Die Rheinischen Aerowerke waren ein Unternehmen der Luftfahrtindustrie, das um 1910 bis Anfang der 1920er Jahre in Düsseldorf und Euskirchen Flugmotoren und Flugzeuge entwickelte und produzierte.

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  • Bezeichnung: Flugzeug-Rumpfkompass
  • Messbereich: 0 – 360°
  • Hersteller: J. v. Petravic & Co., Wien
  • Baujahr: ca.1917
  • Werknummmer: 445
  • Besonderheiten:
    • mit Vorrichtung (Drehknopf, seitlich am Kompasskessel) zum Feststellen und Lösen der Kompassrose
    • mit abnehmbaren Steuerzeiger auf dem Deckglas
    • geätzte rote Beschriftung auf Deckglas: „Nur im Fluge: Los!“
  • Bemerkung: kardanischer Einbauhalterung und Kompensierung fehlen
  • Vergleich: hier ein baugleicher Kompass  im Lieferzustand

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  • Bezeichnung: Borduhr, Taschenchronometer
  • Messbereich: 0 – 12 Uhr / 0 – 60 Sekunden
  • Lieferer / Hersteller: A.J.Scholz, Berlin W.
  • Baujahr: ca. 1917
  • Uhrwerk: vergoldet, schweizer Fabrikat
  • Gehäuse: Nickel oder Buntmetall, vernickelt
  • Ziffernblattbeschriftung: A.J.Scholz Berlin W.
  • Gehäusekennzeichnung: P.u.W. (Prüfanstalt und Werft), Fliegertruppensymbol

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  • Bezeichnung: Höhenmesser
  • Messbereich: 0 – 3000m
  • Hersteller: C.P.Goerz, Berlin
  • Baujahr: ca. 1924
  • Werk-Nr.: 40615
  • Eingebaut in: verschiedene Flugzeugbaumuster aus den früen 1920er Jahren von Arado, Dornier, Junkers und Rohrbach
  • Besonderheiten:
    • große Bauform
    • gewölbtes Deckglas
    • Höhenangabe in „Tausend Meter“, nicht in km
    • Zahnrad am unteren Flansch zur Höhenverstellung

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  • Bezeichnung: Höhenmesser
  • Messbereich: 0-8000 m
  • Hersteller: Wilhelm Morell GmbH, Wien
  • Baujahr: ca. 1918
  • Werknummmer: 112427
  • Besonderheiten: Bezifferung und Zeiger mit Leuchtmasse belegt, seltene Bauform des Gehäuses
  • Eingebaut in: z.B. Junkers F 13

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