Monatliche Archive: August 2017

Fl.20841 elektr. 1-fach Schraubenstellungsanzeiger, 1943


  • Bezeichnung: elektr. 1-fach Schraubenstellungsanzeiger
  • Anforderungszeichen: Fl.20841
  • Gerät-Nr.: 127-1091 A-1
  • Hersteller: cyx = Allgemeine Elektrizitäts Ges. (AEG), Abt. Schiffbau, Flug- und Heereswesen, Berlin
  • Baujahr: ca. 1943
  • Eingebaut in: z.B. Heinkel He 177
  • Funktionsweise

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Fl.50933 Reihenabwurfautomat, RAB 14c, 1939


  • Bezeichnung: Reihenabwurfautomat RAB 14c
  • Anforderungszeichen: Fl.50933 (RAB 14c mit Transportkasten komplett)
  • Baumuster: RAB 14c
  • Bauart: Siemens-List
  • Hersteller: Siemens Apparate und Maschienen GmbH, Berlin
  • Baujahr: 1939
  • Eingebaut in: Ju 88,  Do 17
  • Zubehör:
    • Reihenabwurfautomat RAB 14c mit Transportkasten, Anforderungszeichen: Fl.50933
    • Oberteil RAB 14c , Anforderungszeichen: Fl.50932
    • Einbauhalterung (im Flugzeugrumpf verbaut) für RAB 14c,  Anforderungszeichen: Fl.50931
    • Transportkasten für RAB 14d, Anforderungszeichen: Fl.50907

 



Fl.52832 Windgeschwindigkeitsgeber, IWG 1


  • Bezeichnung: Windgeschwindigkeitsgeber
  • Anforderungszeichen: Fl.52832
  • Baumuster: IWG 1
  • Messbereich: 0-100 km/h – mit Wind/gegen Wind
  • Hersteller: Zeiss Ikon A.G., Dresden
  • Baujahr: ca. 1944
  • Eingebaut in: für Bombenzielanlage

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Cockpitprofil Me 262 A-1a


Gerätetafel der Messerschmitt Me 262 A-1a „Schwalbe“

(Bild: Peter W. Cohausz)

Vorbemerkung:

Sieht man einmal von der relativ langen Entwicklungszeit der Me 262 ab (erste Projektstudien gehen bereits auf die Jahre 1938 / 1939 zurück), war die Einsatzdauer bei den Frontverbänden doch eher kurz (von ca. Juni 1944 bis Kriegsende). Trotzdem hat es während dieser Zeit etliche Änderungen gegeben, welche sich natürlich auch auf das Gerätebrett niederschlugen. Dies hat zur Folge, dass beinahe keine 2 Fotos von Gerätebrettern der 262 die gleiche Ausrüstung zeigen. Generell ist zu sagen, da ja die 262 – Technik streng geheim war, sind Fotos von echten Serienmaschinen relativ dünn gesät. Die meisten davon wurden mehr oder weniger erst nach Einstellung der Kampfhandlungen von alliierter Seite aufgenommen. Andere wiederum stammen aus Lehrbildern, Lehrfilmen und Versuchsmaschinen und zeigen eher den Ausrüstungsstand von Versuchs- und Vorserienmaschinen. Eine recht gut dokumentierte Serienmaschine ist die 262, mit der Fähnrich Hans-Guido Mutke am 25.04.1945 in Zürich-Dübendorf gelandet ist.

 

Die Geschichte zur Landung der “Weissen 3” in Dübendorf !

Weisse “3” am 25.04.1945

in Zürich-Dübendorf

Diese jetzt im Deutschen Museum in München ausgestellte Maschine gilt weltweit als die am besten erhaltene Originalmaschine dieses Typs. Bei den bisher durchgeführten Restaurationen allerdings, wurden einige Geräte der Originalausrüstung durch andere ersetzt, wodurch es heute nicht mehr möglich ist, den derzeitigen Ausrüstungsstand für eine korrekte Cockpitanalyse heranzuziehen. Es existieren allerdings einige historische Fotos des Cockpitbereiches, zum Teil mit hervorragender Auflösung, die es ermöglichen, die Gerätebestückung dieser Maschine während ihrer Einsatzzeit mit sehr hoher Genauigkeit zu erfassen.
Bei besagter Maschine handelt es sich um eine Me 262 A-1a später Serienproduktion, ein Jäger, welcher sich bereits durch die Möglichkeit des Umbaus zum Jabo auszeichnete (anders als bei frühen Maschinen).

Gebaut wurde sie bei Messerschmitt in Regensburg – Obertraubling, bzw. im nahegelegenen Waldwerk „Stauffen“, unter der Werknummer 500071. Der Abnahmeflug fand am 20.01.1945 von Obertraubling nach Erding statt, wo sie auch eine gewisse Zeit nachgewiesen werden kann. Offensichtlich wurde sie auch dort mit dem Rüstsatz für die Bewaffnung 24 R4M-Raketen ausgerüstet. Ein weiterer Abnahmeflug ist in Erding am 12.03.45 dokumentiert, gefolgt von einem erneuten Flug am 25.03.45 ebenfalls in Erding. Von dort muss sie dann irgendwann zum JG 7 nach Fürstenfeldbruck gelangt sein, von wo aus Mutke sie am 25.04.45 zum Flug nach Dübendorf gestartet hat. Mein Cockpitbericht stützt sich auf Originalaufnahmen dieser Maschine, die nach der Landung in der Schweiz aufgenommen wurden und somit den echten Ausrüstungsstand zu dieser Zeit belegen.

Auffallend ist, wie bei allen anderen Flugzeugen dieser späten Kriegsphase auch, dass auch hier bereits alle Maßnahmen, resultierend aus der Verknappung von Rohstoffen und der Umstellung auf „Sparstoffe“, soweit irgend möglich, voll zum Tragen gekommen sind. Dies schlug sich natürlich auch auf das Instrumentenbrett und dessen Bestückung nieder. Neben den gezeigten Originalaufnahmen des Cockpitbereiches standen mir noch die erhalten gebliebenen Originaldokumente zur Verfügung: Ersatzteillisten in verschiedenen Ständen (1943, 1944, 1945), neben Handbüchern und Bedienungsvorschriften.

(Bild: Peter W. Cohausz)

linke Seitenkonsole mit Notventilen und Kippschalter für die Startraketen, Schubhebel und Trimmung.

Allgemeines

Das Gerätebrett der 262 A-1 bestand im Wesentlichen aus zwei Teilbrettern: Die Haupt – Gerätetafel 262.904-001, gefertigt aus 16mm Sperrholz, war mittels 4 Blechlaschen direkt mit der vorderen Rumpfstruktur seitlich verschraubt. Das sog. Standard-Blindflugbrett Fl 22000, gefertigt aus 8mm Sperrholz, wurde über 4 Senkschrauben M5 und 4 Schwingmetall-Lager auf das Hauptgerätebrett geschraubt. Dieses Blindflugbrett war standardisiert und auch bei anderen Jagdflugzeugen im Einsatz. Beide Bretter waren zur Gewichtsreduzierung und Erreichung der optimalen Stabilität hinten ausgefräst.

Blindflugtafel Me 262 hier mit einem Variometer Fl 22383

Die Bretter waren in RLM 66 lackiert. Die Stromkreiskennzeichen waren in der Regel mit weißer Farbe von Hand aufgemalt. Außerdem waren Hinweisschilder aus geätztem Aluminium zur Funktionsbezeichnung der Motorinstrumente mittels Holzschrauben angebracht. Bei Maschinen mit Kurssteuerung und großem Führertochterkompaß wurde eine andere Blindflugtafel verwendet (209.873-033). Die Hauptgerätetafel wurde dann umgerüstet und mittels Füllstücken und neuen Ausschnitten angepasst. Für die verschiedenen

Einsatzzwecke waren unten mittig am Hauptbrett unterschiedliche Zusatzbretter angebaut. Diese nahmen bei Jabos z.B. den ZSK 244 Fl.50869 und 2 Schauzeichen auf, bei Aufklärern den Bildfolgeregler und einige Bedienelemente und bei Maschinen mit R4M-Bewaffnung (wie bei beschriebener Maschine der Fall), den Reihenabwurfautomat für die sequenzielle Zündung der Raketen, sowie zwei Kippschalter zum Scharfmachen und zum Umschalten auf Dauerfeuer. Von einigen Versuchsmaschinen sind auch noch andere Installationen auf  Hilfsgerätebrettern bekannt. Interessant bei beschriebenem Brett ist auch, dass man bei genauerem Hinsehen deutlich erkennen kann, dass es mindestens einmal farblich nachgebessert wurde. Ebenso wie das Gerätebrett waren auch die beiden Seitenkonsolen, zur Aufnahme der restlichen Bedienelemente, aus Sperrholz gefertigt.

Gerätebrett-Analyse

          Geräteauflistung der Messerschmitt Me 262 A-1a

Es wird speziell nur auf die Instrumentierung der Gerätetafel des hier abgebildeten Belegfotos eingegangen!

Geräteliste Me 262 A-1 Hauptgerätebrett
Pos. Stück Bezeichnung Verwendung
Bemerkung
Anf. Z.
Ger. Nr.
Baugr. Nr.
Alternativteil Stromkreis-
kennz.
1
1
Fahrtmesser
1000 km/h
Fl 22245 Fl 22241
2
1
Wendehorizont Fl 22415 Fl 22411
Fl 22410
L4
3
1
Variometer Fl 22386 Fl 22383
4
1
Höhenmesser Fl 22322 Fl 22320
5
1
Führertochterkompaß Fl 23334 127-659 A L8
5a
1
Winkelstecker für Pfk; incl. Kontaktplatte
Fl 23332 (32618-2)
Fl 32619-1 L7
6
1
Anzeigegerät AFN2 Ln.27002 F155
6a
1
Stecker für AFN2 in AFN Ln.27003 F154
6b
1
Glimm-Lampe, Ba15d in AFN Fl 26682
7
(1)
Drehschauzeichen nicht immer vorhanden Fl 32530-6 D1
8
2
Drehzahlmesser Fl 20266 M9, M10
9
(2)
Differenzdruckmesser nicht immer vorhanden Fl 20515
10
2
Temp. Anzeiger 1000°C Fl 20338 M6, M8
11
2
Druckmesser Fl 20504-15 Fl 20504-10
12
2
Druckmesser Fl 20516-3 Fl 20516-1
Fl 20516-3PFl 20516-8
13
2
Vorratsanzeige Kraftst. Me 262 (940l) Fl 20723 M14, M16
8a, 10a, 13a
8
Instrumentensteckdose für elt. Anzeigegeräte Fl 32615-3 M5, M7, M13,
M15, M1, M2, M3, M4
14
1
Borduhr Fl 23885
15
1
Schalt- u. Kontrollkasten SZKK2 Fl 47317 P5
16
(2)
Schußzähler SZ100, nicht immer vorhanden Fl 47314
17
1
Heizungshebel mit Schild MeN 16125
18
1
Verteilerkasten Fl 32654-1 Fl 32654-2 V16
18a
1
Halterung für Verteiler 262.904-003 H001
19
(1)
Reihenabwurfautomat nicht immer vorhanden (für SWA) Fl 50958 Fl 50959
20
(2)
Kippschalter Einb. nicht immer vorhanden (für SWA) Fl 32350
21
1
Schwenkkonsole für REVI 262.?
21a
1
Befestigungsplatte für REVI Fl 52962
21b
1
Kontaktstück für REVI Fl 52963 P7
22
1
Revi 16 B Einglasversion Fl 52955 P8
22a
1
Lampe, 24V, 21W, Ba15d für REVI 16 Fl 32807
23
1
Sauerstoffdruckmesser Fl 30496
24
1
Sauerstoffwächter Fl 30489
25
1
Notventil Fahrwerk 19-3208A-3
26
1
Notventil Landeklappen 19-3208A-3
27
1
Sauerstoffventil Fl 417234
28
1
Kippschalter Einb. Startraketen Fl 32347-2 Fl 18330-7 T1
1
Blindfluggerätebrett Fl 22000-1
1
Hauptgerätebrett 262.904-001
1
Beschilderungssatz für Gerätebrett 262.904-001.0xx
4
Schwingungsdämpfer 16901/C 20x20xM6
(1)
Zusatzgerätebrett nicht immer vorhanden (für SWA) 262.?


Fl.XXX Q-Anzeigegerät für Koppelnavigation LKQ-F4, 1945


 

  • Bezeichnung: Q-Anzeigegerät (Querablage Anzeige für Koppelnavigation)
  • Anforderungszeichen: Fl.XXX
  • Gerät-Nr.:
  • Baumuster: LKQ-F4
  • Messbereich:
  • Hersteller: hdc = LGW Hakenfelde, Berlin
  • Baujahr: ca. 1945
  • Verwendung für: Siemens-LGW Kurskoppler KNA 4

 



Cockpitprofil Me 163 S


Me 163 S “Schulversion” 1944

Gerätebrettausführung Lehrer “Me 163 S” 1944

Schulversion

Leider habe ich zur Gerätebrettausführung der Me 163S “Lehrer” kein hystorisches Foto als Beweislage zu Verfügung. Mir liegen nur die folgenden original Pläne vom 27.April 1944 vor. Aber die Entwicklungsgeschichte der Me 163B sowie die, über die Jahre aufgetretenen Probleme dieses Baumusters, lassen eindeutige Vermutungen zu. Schon deshalb, weil die wichtigsten Bauelemente der Me 163 unverändert in die Me 163 S einfliessen sollten. Das Bestreben der Entwickler bestand darin, die bei der Me 163B erkannten Schwächen auszumärzen und die daraus folgenden Unfälle, durch Schulung der Flugzeugführer, mit der Unterstützung eines Fluglehrers zu mindern. Die Flugschüler auf die möglichen Gefahren hinzuweisen, die das Baumuster der Me 163B mit sich brachte.

Als Haupt- Gefahren der Me 163 wurden angesehen :

a. Unbefriedigende Lösung des Startproblems mit abwerfbaren Fahrwerk.

c. Unbefriedigende Landeeigenschaften der Kufenlösung (seitl. Überschalggefahr, zu geringe Bodenwinkel, ungünstige Federung).

d. Mangelnde Manövrierbarkeit und damit Einsatzbehinderung infolge Kufenlösung.

e. Nichtausnutzung des möglichen Höchstauftriebes bei Landung infolge ungeeigneter Schwerpunktlage.

f. Das hochexplosive Treibstoffgemisch.

g. Landung nur einmal möglich, da kein Treibstoff mehr zu Verfügung stand

Zur Gerätetafel-Übersicht :

Das Gerätebrett besteht im Wesentlichen aus 2 Hauptteilen. Einem Hauptbrett und der integrierter Blindflugtafel Fl.22000. Das Hauptbrett wurde aus 12 mm starken, mehrfach geleimtem Buchensperrholz gefertigt.

Quelle: USA

Übersicht und Anordnung der Geräte:

Die Einheitsblinflugtafel der Me 163 S – Lehrer unterscheidet sich in der Geräte-Ausstattung gegenüber der Me 163 B mit der fehlenden elektrischen Temperaturanzeige Fl.20338 (300-1.000 °C) ! Anscheinend wurde diese Anzeige vom Flugschüler überwacht, oder es wurde ohne Raketenantrieb im Schlepp geflogen. In einigen Literatur-Puplikationen, wird darauf hingewiesen, das die ME 163 S Version ohne Raketentriebwerk gebaut wurde.

Dagegen sprechen aber die auf den Gerätebrettplänen bezeichnenden Geräte wie die elektr. Drehzahlanzeige und die Ofen- und Turbienendruckmesser ?!

Anstelle des grossen Wendehorizontes (z.B.Fl.22411) trat der kleinere, elektrische Wendezeiger (Fl.22412). Die vorhandene, grosse Instrumentenöffnung in der Blindflugtafel, wurde mit einem Flanschblech verkleinert, um die Öffnung dem kleineren elektrischen Wendezeiger anzupassen. Aufgrund des geringen Einsatzradius der Me 163 B und S war der teure Wendehorizont jedoch nicht notwendig. Zusätzlich hatte der Wendehorizont die negative Eigenschaft, dass er bei Neigungswinkeln über 90° nach links oder rechts um die Längsachse (Messerflug) kollabierte, d.h. Der Kreisel überschlug sich und konnte nur durch Aufrichten per Hand über die Feststellvorrichtung wieder in Funktion gesetzt werden. Da diese Fluglagen während des kurzen Einsatzes der 163 aber nicht gerade selten waren, war der Wendehorizont für diese Maschine praktisch unbrauchbar.

linker Teil Gerätetafel

Für die heiklen Manöver wie das abwerfen des Rollwerks und das ausfahren der Kufe und Sporn, konnte der Fluglehrer die Kontrolle über die dazugehörende Steuerung, für den Flugschüler sperren. Dies mit Hilfe eines elektr. Kippschalters auf der rechten Gerätebretthälfte, der mit den Hinweisen “frei” und “gesperrt” gekenzeichnet wurde.

Erwin Wiedmer

Egliswil, den 20.03.2008

Quelle: USA

 

 

Gerätausstattung der Me 163 S – Lehrer ! Fl. Nummern geordnet !

– Fluglehrer –

Gerät/ Instrument Messbereich Anforderungszahl
Fahrtmesser 100 – 1.000 km/h Fl.22241 oder Fl.22245
elekt. Wendezeiger Fl.22412
Variometer – 150 / + 150 m/s oder – 25 / + 150 m/s Fl.22385
Fein- Grobhöhenmesser 0 – 13.000 m Fl.22322
elektrischer Drehzahlanzeiger 0 – 12.500 ( = 100 % ) Fl.20265
O2-Wächter für Höhenatmer Fl.30489
Druckmesser für Höhenatemanlage 0 – 250 kg/cm Fl.30496
Turbinendruckmesser Die beiden Einfachdruckmesser gelten als Einheit ! Fl.20521
Ofendruckmesser ( gleiche Fl.Nummer wie Turbinendruckmesser ) Die beiden Einfachdruckmesser gelten als Einheit ! Fl.20521
Kippschalter Fl.32350
Sauerstoffventil Fl.417234
5 Schauzeichen oder Lampen unbekannt ?
Notausfahrventil 19-3208 A-3
Ausgleichsgefäss für das Variometer
Zweiweghan
Firma Preschona
8-4592 A2

Galerie Me 163 S