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Während den großen Nacht-Bomberoffensiven der Briten im Jahre 1943 konnte die Luftwaffe mit der Messerschmitt  Bf 110 viele Erfolge melden.

„Die Nachtjagd bedeutete zu jener Zeit eine besondere Herausforderung, der nur absolut motivierte und trainierte Piloten entgegentreten konnten. Im Dunkeln der Nacht konnte sich die jeweilige Besatzung nur auf die Bordinstrumente, den Funksprechverkehr zum Bodenradar und ihre Intuition verlassen. Was die Nachtjagdpiloten mit ihren Kameraden von den Tagjagdgeschwadern verband, waren die schwerbewaffneten und in großen Zahlen auftretenden alliierten Bomber.“

 

Original-Gerätetafel Messerschmitt Me/Bf 110 G-4

Hintergrundinformationen zum Brett

( Eigentümer )

Gebaut wurde es vermutlich 1943/44 für die Bf 110 F oder frühe G. Später oben umgebaut mit SZK K 3, was den Einbau von zwei MK 108 anstatt der vier MG 17 in der Rumpfspitze belegt. Somit also Verwendung in einer Bf 110 G-2 oder vielleicht sogar einer G-3 oder G-4.
Mehrere Farbschichten belegen, dass die zugehörige Maschine wohl ein längeres Einsatzleben bis Kriegsende hatte, vielleicht auf einer Fliegerschule.
1945 wurde das Brett wohl im Raum Nürnberg ausgebaut. Da standen genug abgestellte Luftwaffenmaschinen z.B. in Fürth.
1978 tauchte es dann auf einem Flohmarkt in Süddeutschland auf, noch zur Hälfte gefüllt.
Die eingebauten Geräte waren eine Mischung aus früheren Instrumenten wie Tankanzeige der Bf 110 C (!) und spätere wie die Ladedruckmesser mit den Sektoren.

 

Gerätetafel vor ca. 30 Jahren

Die Suche nach den fehlenden Instrumenten und Teilen dauerte dann fast 30 Jahre bis alles weitgehend original wieder komplett war.
Die untere Hilfsgerätetafel mit den Abwurfschaltkästen ist eine Nachfertigung mit Originalgeräten. Der Oberbau mit den Lampen und dem Revi ist eine Rekonstruktion nach Fotos aus dem RAF-Museum. Die Beleuchtung ist funktionsfähig, einschließlich der UV-Lampen.
Momentan ist der Stand der Ausstattung der einer späteren Bf 110 G-4 mit Revi 16 B wie im RAF-Museum. Die gelbe Leitung links gehört zur Scheibenspülungsanlage. Bei der MK 108 war der Pulverdampf so intensiv, dass die Frontscheibe verrußte und die Maschinen mit einer Scheibenreinigung nachgerüstet werden mussten.

Kurskreisel mit Beleuchtung

Me 110 mit FuG

Vierlampengerät in Funktion

 

Gerätetafel vor dem Gesamtaufbau

(2010)

Der Gesamtaufbau

(Fertiggestellt 2013)

Fotos: Peter W. Cohausz

Aktualisierung 2019, Foto: Peter Cohausz

Aktualisierung November 2020, Fotos: Peter Cohausz

Detailfotos zur Konsole für Kompasseinbau (Notkompass), Teile-Nr. 919 0300 mit

Führerkompass FK 38, Fl.23233

und Geräteleuchte, Fl.32265

 



  • Bezeichnung: Drehschauzeichen mit Schraubanschluss
  • Anforderungszeichen: Fl.32530-6
  • Gerät-Nr.: 19-6800 F-1
  • Spannungswert: 1,5 – 4 A
  • Hersteller: LGW-Hakenfelde, Berlin (Siemens)
  • Baujahr: ca. 1944

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Focke Wulf Ta 152 H-1

Tank 152

 

 

Der Spant 1, als fester Bestandteil der Zellenstruktur, ist ein geformtes Stahlblechteil (Stärke 1mm), welches mit 5mm starkem Pertinax hinterfüttert ist. Blechformteil und Pertinax sind mit Senkkopfnieten fest miteinander verbunden. So wird eine ausreichende Festigkeit geschaffen. Bei den FW 190 Flugzeugen der A, G und F-Baureihe besteht der Spant 1 normalerweise aus einem recht großen, kompakten Gussteil aus Magnesium.
Bei sehr späten Maschinen, wurde aber sicherlich auch schon der vereinfachte Spant 1 aus Stahlblech/Pertinax verwendet, wodurch eine erhebliche Einsparung von Produktionskosten und „kriegswichtigen Rohstoffen“ (Magnesium) erreicht wurde.
Der Spant 1 ist nicht nur strukturelles Zellenbauteil, sondern dient auch zur Aufnahme des Revibocks mit Reflexvisier, der Waffenschalttafel (anstatt desSZKK4), der Höhenwarnlampe, des Druckbelüftungshebels und des AFN 2 .Da das AFN 2 ein sehr empfindliches Gerät ist, wurde es in einer Zwischenblende mit Schwingmetallpuffern gelagert.

Das Hauptgerätebrett ist aus 8-9 mm starkem Sperrholz (Schichtholz) hergestellt, und dient zur Aufnahme der wichtigsten Flug –und Motorüberwachungsinstrumente.
Mittels Schwingmetallpuffern (9 Stück) und Schrauben (M4) ist das Hauptgerätebrett fest mit dem Spant 1 verbunden.
Unterhalb desVariometers /Kompasses auf dem Hauptgerätebrett ist gut ein schwarzes Hinweisschild (Aluminium, geätzte Schrift) zu sehen, welches mit kleinen Holzschrauben befestigt ist. Dieses Schild trägt Bedienungshinweise zur Mischanlage, zur Kühlerklappenverstellung und für die Scheibenspülung. Die dazugehörigen Ventile sind auf dem Brandschott befestigt.
Oberhalb des Führertochterkompasses ist mit weißer Farbe (Pinsel) der Hinweis „Druckbetrieb“ zur Bedienung des Drehschieberventils (Hebel im Spant 1 darüber) vermerkt.

Das Hilfsgerätebrett, auch als Gerätespant bezeichnet, ist ebenfalls Bestandteil der Zellenstruktur, und ist an beiden Rumpfseiten mit Verschraubungen befestigt.
Es besteht aus geformten Aluminiumblech (1mm stark) und dient zur Aufnahme der Motorüberwachungsinstrumente, der Höhenatmerinstrumentierung, der Tankschaltung und Vorratsanzeige, des BG 25a (FuG 25), der Notausfahrventile und Notzüge, des Fahrwerksschalters, sowie des Brandhahnes.
Der auf dem Foto zu erkennende Blinddeckel (unlackiert!) verschließt eine Öffnung, die wahrscheinlich zur Aufnahme eines elektr. Aussentemperaturanzeiger oder eines elektr. Notwendezeiger vorgesehen ist.
Auf dem Hilfsgerätebrett sind zahlreiche Hinweisschilder (Aluminium) angenietet, die dem Flugzeugführer die Bedienung der zahlreichen Gerätschaften erleichtern sollte.
Da das dünne Blech an den Außenkanten umgebördelt (gefaltet) ist, wird eine erhöhte Steifigkeit des Bauteils erreicht.

Die Rückseitenansicht des Nachbaus mit original Instrumenten und Teilen

 

 

Draufsicht mit Revihalterung und Revikontaktstück

 



  • Bezeichnung: Drehschauzeichen mit Schraubanschluss
  • Anforderungszeichen: Fl.32530-4
  • Gerät-Nr.: 19-6800 D-1
  • Spannungswert: 0,25 – 0,5 A
  • Hersteller: LGW-Hakenfelde, Berlin (Siemens)
  • Baujahr: ca. 1944

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Ergänzungen von Harald Melchner zum Go 242 Instrumentenbrett Nachbau

Anbei Bilder von meinem frisch fertiggestellten Go 242 Brett.
Es ist entstanden nach den Originalmaßen, die mir freundlicher Weise Friedrich Günther zur Verfügung gestellt hat; an dieser Stelle nochmal besten Dank an ihn.
Bestückt ist es analog dem Originalbrett, welches auch auf Deiner Page abgebildet ist. Ich habe dafür speziell eine Rückansicht analysiert, um die genauen Typen herauszufinden.

Folgende Geräte sind eingebaut:

Das Gerätebrett war im Original hinten mit Einpressmuttern M4 versehen, was beim Nachbau auch Berücksichtigung fand.
Lackiert ist das Alubrett mit Original Flieglack 7122 von Kiroff in RLM66.

 

Hier eine Variante mit veränderter Instrumentierung

 

  • Folgende Geräte sind eingebaut:

 

Quelle: Archiv Peter Cohausz

Quelle: Archiv Peter Cohausz



  • Bezeichnung: elektr. Wendehorizont
  • Anforderungszeichen: 22410-1
  • Gerät-Nr.: 127-277 B-2
  • Baumuster: Lbl 6
  • Hersteller: bxx = Askania-Werke A.G., Berlin
  • Baujahr: ca. 1944
  • Eingebaut in: Messerschmitt Bf 109, Me 262, Focke-Wulf FW 190, Tank Ta 152, Arado Ar 234, Heinkel He 111 H-16
  • Funktionsweise

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  • Bezeichnung: elektr.Drehzahlanzeiger
  • Anforderungszeichen: Fl.20284-1
  • Baumuster: E W 8
  • Messbereich: 600 – 3000 U/min
  • Übersetzung: 1:2
  • Hersteller: Deuta-Werke, Berlin
  • Baujahr: 1938
  • Eingebaut in: Heinkel He 111?

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  • Bezeichnung: Kursmotor
  • Anforderungszeichen: Fl.22563-5
  • Gerät-Nr.: 127-212 F-1
  • Hersteller: hdc = LGW Hakenfelde, Berlin
  • Baujahr: ca. 1944 / 1945
  • Eingebaut in: Flugzeuge mit Jäger-Kurssteuerung wie bspw. Siemens LGW K23 (FW 190 D9/R11, Ta 152 H)

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Aufgrund von erhöhtem Missbrauchs des Archivgutes in den letzten Monaten ist dieses bis auf weiteres geschlossen. Wir suchen nach einer neuen Lösung.

 

Due to excessive abuse of our archives, it is closed until we found a new solution for it.



  • Bezeichnung: Fahrtmesser
  • Anforderungszeichen: Fl.22245
  • Messbereich: 100 – 1000 km/h
  • Hersteller: sfp = R.Fuess, Berlin?
  • Baujahr: 1944 / 1945
  • Eingebaut in: Arado Ar 234, Messerschmitt Me 163 , Me 262, Dornier Do 335 , Heinkel He 219, Bachem Ba 349 „Natter“
  • Besonderheiten:
    • Es handelt sich um einen umgebauten Fl.22241 Fahrtmesser (Typenschild: ursprünglich Fl.22241 Zifferblatt: Fl.22245)
    • Mit Aufdruck „Für Druckkabine“
  • Funktionsweise

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