Semikrograph (Kurzzeitstoppuhr), F.L. Löbner, 1916


  • Bezeichnung:  Semikrograph, Kurzzeitstoppuhr mit Ratrappantefunktion
  • Messbereich: 0 – 6 Sekunden (im 1/50 Sekundenbereich) / 0 – 3 Minuten
  • Lieferer: F.L. Löbner, Berlin
  • Hersteller des Uhrwerkes: Heuer, Biel, Schweiz
  • Baujahr: ca. 1916
  • Uhrwerk: versilbert, schweizer Fabrikat, Werk-Nr.: 4705
  • Gehäuse: Stahl, brüniert (geschwärzt), Durchmesser 59 mm (ohne Krone)
  • Besonderheit: mit 2.Drücker für Schleppzeiger (Ratrappantefunktion)
  • Ziffernblattbeschriftung: Semikrograph, F.L. Löbner, Berlin W/ schweizer Patent 73392/93
  • Deckelbeschriftung Rückseite:
  • Ziffernblatteinteilung: für Messungen im Bereich 1/50 Sekunde
  • Verwendung. für militärische und industrielle Kurzzeitmessung
  • Bemerkung: Der große Ziffernblattdurchmesser wird benötigt damit alle Stricheinteilungen für die 1/50 Sekundenmessung darauf Platz finden. Es sind insgesamt 300 Stricheinteilungen!
  • Zusatzfunktion: Der Rattrapante-Chronograph wird auch Doppel- oder Schleppzeiger-Chronograph genannt. Er verfügt über einen zusätzlichen Zeiger, den Schleppzeiger, der das Stoppen von Zwischenzeiten erlaubt. Dazu läuft der Schleppzeiger als zweiter Zeiger unter dem Stoppsekundenzeiger mit und kann beim Stoppen abgekoppelt werden.
  • Kurzbeschreibung: Das Schwing- und Hemmungssystem mit kleiner Unruh und kräftiger Breguetspirale vollzog 180.000 Halbschwingungen pro Stunde (25 Hertz), woraus eine bis dato ungekannte Genauigkeit auf die  Fünfzigstelsekunde re­sultierte.
  • Geschichte: Heuer hat den Semikrographen 1916 patentieren lassen. Einige Exemplare wurden auch vom deutschen Militär genutzt. Im 1.Weltkrieg und wohl auch danach wurden diese Stoppuhren von F.L.Löbner, Ludwig Simon,  und  von F.W. Kreis (alle Hersteller/ Lieferanten aus Berlin) geliefert.

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Windschutzbrille als Halbmaske, 1916


  • Bezeichnung: Flieger-Windschutzbrille als Halbmaske
  • Baujahr: ca. 1916
  • Verwendung: bei der fliegenden Truppe
  • Halbmasken dienten dem Gesicht als Schutz vor der extremen Kälte in großen Höhen und dem Fahrtwind.

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Windschutzbrille, 1918


  • Bezeichnung: Flieger-Windschutzbrille
  • Baujahr: ca. 1918
  • Verwendung: bei der fliegenden Truppe
  • Besonderheiten: Die lackierte Blechdose trägt auf der Unterseite, noch schwach erkennbar, das Symbol der Fliegertruppen (geflügelter Propeller) mit den Buchstaben F.L.Z. (Fliegertruppen Zeugamt)

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Gasschutzbrille, 1915


  • Bezeichnung: Gasschutzbrille
  • Baujahr: ca. 1915
  • Verwendung: bei den Heeres- und Fliegertruppen
  • Besonderheiten: sehr stabilesBand mit Metallfederstraffung, Sichtscheiben aus Cellon

Hergestellt wurden diese Baumuster vermutlich ab ca. 1914, bis zur großflächigen Einführung der Gasmasken.

Der Schutz vor den Augen und Atemwege angreifenden Gasen hatte zunächst improvisiert werden müssen. Mull wurde vor Mund und Nase gepresst, Gasschutzbrillen aufgesetzt. Im Herbst 1915 erhielte die deutsche Armee eine Gasschutzmaske aus beschichtetem Baumwollstoff, im Frühjahr 1916 folgte ein verbessertes Modell.

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Falt-Windschutzbrille, 1917


  • Bezeichnung: Flieger-Windschutzbrille
  • Baujahr: ca. 1917
  • Verwendung: bei der fliegenden Truppe
  • Besonderheiten: Falt-Windschutzbrille, im originalen Etui aus Lederersatzmaterial

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Windschutzbrille, 1916


  • Bezeichnung: Flieger-Windschutzbrille
  • Baujahr: ca. 1916
  • Verwendung: bei der fliegenden Truppe
  • Bemerkung: häufig verwendete Standard-Brille

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Windschutzbrille als Halbmaske, Tropenausführung, 1917


  • Bezeichnung: Flieger-Windschutzbrille als Halbmaske
  • Baujahr: ca. 1917
  • Verwendung: bei der fliegenden Truppe
  • Besonderheiten: Bauart aus leichtem Baumwollgewebe

Halbmasken dienten dem Gesicht als Schutz vor der extremen Kälte in großen Höhen und dem Fahrtwind.

Es handelt sich bei dieser Halbmaske um eine ungefütterte “Sommerausführung”, geeignet für wärmere Einsatzgebiete (Mittelmeer, Türkei).

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Windschutzbrille als Halbmaske, 1917


  • Bezeichnung: Flieger-Windschutzbrille als Halbmaske
  • Baujahr: ca. 1917
  • Verwendung: bei der fliegenden Truppe
  • Besonderheiten: getönte Gläser

Halbmasken dienten dem Gesicht als Schutz vor der extremen Kälte in großen Höhen und dem Fahrtwind.

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Wolkenspiegel R.Fuess, 1918


  • Bezeichnung: Wolkenspiegel
  • Messbereich: 0 – 360°
  • Hersteller: R.Fuess, Berlin
  • Baujahr: ca. 1918
  • Besonderheit: Gehäuselackierung in feldgrau
  • Verwendung: Zur Bestimmung der Bewölkungsdichte und der Zugrichtung der Wolken. Das Gerät wurde auf einem Stativ mit drehbarer, kardanischer Halterung montiert und nach der korrekten Himmelsrichtung ausgerichtet.
  • Der Wolkenspiegel besteht aus einem gewöhnlichen und einem schwarzen, rückseitig aneinandergelegten Spiegel mit eingeritzter Windrose. Meist wird der schwarze Spiegel benutzt, der helle nur bei sehr schwach beleuchteten Wolken. Vor jeder Beobachtung wird der Spiegel horizontal so gestellt dass „N“ nach Norden gerichtet ist.Der Beobachter stellt sich so, dass er im kleinen zentralen Kreis eine charakteristische Stelle der Wolke erblickt und beobachtet, nach welcher Seite sich das Wolkenbild hinbewegt. Die dieser Richtung entgegengesetzte gibt die Richtung an, aus der die Wolken kommen. Danach bestimmt man die Zeit, in der die gewählte Stelle der Wolken im Spiegel eine bekannte Strecke zurücklegt, z. B. den 2 cm langen Weg von einem Kreise bis zum nächsten. Die gesuchte Winkelgeschwindigkeit ist dann gleich der Länge des Weges, den das Spiegelbild gemacht hat, dividiert durch das Produkt aus der Anzahl Sekunden, die zu diesem Weg erforderlich waren, und dem Abstand des Auges vom Spiegel.

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