Jährliche Archive: 2018


 

  • Bezeichnung: elektr. Temperaturanzeiger (Schmierstoff- oder Kühlstofftemperatur)
  • Anforderungszeichen: Fl.20305
  • Messbereich: 0 – 120°C
  • Hersteller: Hartmann & Braun, Frankfurt/ Main
  • Baujahr: ca. 1935
  • Eingebaut in: diversen mehrmotorigen Flugzeugbaumustern, z.B. in frühen Varianten der Focke-Wulf FW 200, Heinkel He 111, Dornier Do 18, Siebel Si 204 A u.a.
  • Funktionsweise

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  • Bezeichnung: Glühlampe
  • Anforderungszeichen: Fl.32783
  • Leistungsaufnahme: 12v / 20W
  • Hersteller: Osram, Berlin
  • Baujahr: ca. 1942

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  • Bezeichnung: Dampfdruckthermometer
  • Anforderungszeichen: Fl.20328 (1m Messleitung)
  • Baumuster: TF57/ 101a
  • Messbereich: 20 – 120 °C
  • Hersteller: J.C Eckardt, Stuttgart-Bad Cannstatt
  • Baujahr: 1936
  • Eingebaut in: z.B. Bücker Bü 131, 133, Messerschmitt Bf 108, Klemm KL 35, Focke-Wulf FW 56, FW 44 u.v.a.
  • Funktionsweise

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Fieseler Fi 156 C-7

„Storch“

… by Harald Melchner

Hinweise des Erbauers

 

Zur Projektgeschichte:

Die ersten Anfänge eines Nachbaues gehen auf die Jahre 1998 / 99 zurück, als mein Kumpel und Sammlerkollege damit begann, einige Blindflugbretter anhand eines zur Verfügung gestellten Originales nachzubauen. Er stellte dann den Kontakt zu einem weiteren Sammlerkollegen her, der die Maße für die Hauptgerätetafel ebenfalls von einem noch existierenden Original abnehmen konnte. Es handelte sich hierbei um die Fi 156 D-2 D-EMAV, welche ja dann im Gegenzug später ebenfalls ein Nachbaubrett aus dieser Serie im Zuge ihrer Restauration eingebaut bekam.

Frontseite Rohbau

Rückseite Rohbau

Fi 156 D-2 D-EMAV

Von besagter Maschine stammen die Abmessungen der Hauptgerätetafel, der Hebel und des Datenschiebers.

Datenschieber

Der Nachbau erster Bretter begann so Ende 2002.

Mein Entschluss, auch ein solches Brett aufzubauen, fiel 2003. Ich begann dann im gleichen Jahr mit dem Zusammensuchen der Instrumente, welche erst 2008 beendet war. Das Brett stellt eine Fi 156 C-7 dar, also eine recht späte Variante. Dies spiegelt sich natürlich auch in den ausgewählten Geräten wider.

Blindflugtafel

Als Vorlage diente mir dazu hauptsächlich das Foto aus der Gerätebrett-Analyse, welche auch auf der Homepage zu finden ist.

Linke Seite

Rechte Seite

Mechanisch entspricht das Brett exakt dem Original, inklusive originaler Annietmuttern aus einem alten Lagerbestand.
Lackiert wurde das Brett mit Kiroff-Lack in RLM66, die Befestigungsbügel und der Halter für die Handpumpe in RLM02.

Rückseite

Die Hebel sind natürlich nur als Funktions-Dummy-Version, aber mit korrekten vorderen Abmessungen eingebaut, da die kompletten Originalhebel viel zu lange hinten herausstehen würden. Damit die Hebel auch funktionieren, sind sie an je einer Plexiglas-Lagerung federnd angeschraubt. Somit wird der optische Gesamteindruck nicht zu sehr beeinträchtigt.

Die Bodenplatte, wie man sieht, besteht ebenfalls aus einer polierten Plexiglasplatte, in der als kleiner „Eye-catcher“ das Fieseler-Logo eingestrahlt wurde.



Fieseler Fi 156 C

„Storch“

Der Fieseler ”Storch” ist bekannt durch seine extremen Kurzstart- und Landeeigenschaften. Er wurde von den Verbündeten Deutschlands an allen Fronten des 2. Weltkriges eingesetzt.

Mit diesem Entwurf gewann Fieseler 1935 die Ausschreibung für ein neuartiges Verbindungsflugzeug. 1937 begann die Serienproduktion. Das Flugzeug war eine stoffbespannte verschweißte Stahlrohrkonstruktion. Die Vorflügel und Klappen sorgten für gute Langsamflugeigenschaften. Aufgrund des hochbeinigen Fahrwerks konnte der Storch auf fast jedem Gelände landen.

Fieseler mit Imposanten Glas-Führerraum

Nach Einsätzen im spanischen Bürgerkrieg flog die Fi-156 von 1939 bis 1945 in allen Wehrmachtstellen. Ab 1941 verlagerte Fieseler die Produktion in das besetzte Frankreich und die CSR. 1943 verließ der letzte Storch das Hauptwerk in Kassel. Insgesamt entstanden etwa 2.900 Maschinen, die nicht nur von den Achsenmächten geflogen wurde, sondern auch als Beuteflugzeug von den Alliierten.

Besonders spektakulär war der Einsatz beim Ausfliegen Mussolinis 1943. Ein “Storch” landete ferner als letztes Flugzeug am 26.04.1945 im eigeschlossenen Berlin.

Gerätebrettnachbau von Oliver Jordan, Berlin, Deutschland

Fieseler „Sani“ in Aktion



  • Bezeichnung: Selbstschalter
  • Anforderungszeichen: Fl.32407-4
  • Leistungsaufnahme: 100 A / 40V
  • Hersteller: SAM, Siemens  Apparate und Maschinen GmbH, Berlin
  • Baujahr: 1939
  • Verwendung für: Hauptsicherung für Bordnetz in zahlreichen Flugzeugbaumustern

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Führergerätetafel Nachbau

Anmerkung des Besitzer`s zum Nachbau

Nach knapp zwei Jahren Bauzeit und intensiver Sammelei habe ich nun mein Cockpit-Segment einer Focke-Wulf Fw-190 D-13 fertig gestellt.

Die Doras waren schon immer meine Lieblingsvögel und so keimte die Idee vom Nachbau eines solchen Instrumentenbrettes, als ich eine Zeit lang einen ZSK 244 einer 190 im Regal liegen hatte (ironischerweise habe ich den dann gar nicht verbaut…).

Nachdem ich ein Dora-13- Hauptgerätebrett zum Geburtstag auf dem Gabentisch liegen hatte, war der Weg gebahnt und über Monate habe ich – mal sehr mühsam, mal überraschend schnell – die wichtigsten Instrumente zusammen gesammelt, so dass ich mit dem Aufbau beginnen konnte.

Die Strukturbauteile wurden alle von Gregor Guttenberger vom Arsenal-45 nach originalen Plänen aufgebaut.

Ursprünglich war nur die Präsentation der Instrumente in den Gerätebrettern auf einem Holzständer geplant. Um aber einen besseren dreidimensionalen Eindruck vom Aufbau und der Tiefe des 190er- Cockpits zu bekommen, wurde im Verlauf dann die deutlich aufwändigere Darstellung mit Abschnitten der Seitenwände und dem Stirnblech zum Motorraum hin gewählt. Da der Raum unterhalb des Gerätespant 3 dann aber seltsam leer war, wurde er zum Schluss noch mit Anschnitten der Seitenkonsolen und dem KG 13 komplettiert.

Das Design des Cockpits der D-13 ist eine Zwitter-Konstruktion zwischen D-9 und Ta-152 und dadurch als „Übergangsvariante“ (die die Doras an und für sich ja ohnehin alle waren) sehr interessant.

Da eine einsame D-13 („Gelbe 10“) in den USA noch im Original überlebt hat und vor nicht allzu langer Zeit sehr kompetent restauriert wurde, diente der Cockpitaufbau der „Gelben 10“ als Vorbild für meine Anlage. Im Unterschied zur „Gelben 10“ habe ich das späte Waffenkontrollbrett der Ta-152 statt des SZKK 3 verbaut und entsprechend der D-13- Variante, die ausschließlich mit MG 151/20 ausgerüstet war, modifiziert. Der Windschutzträger entspricht der finalen Bauform bei Kriegsende und wurde anhand von Planmaterial und Originalfunden rekonstruiert.

Als kleines Schmankerl wurde die Instrumentenbeleuchtung elektrifiziert und lässt sich über den Helligkeitsregler in der rechten Konsole steuern.

Ich hoffe es gefällt euch?

D-13 („Gelbe 10“) in den USA

Die eingebauten Geräte entsprechen alle so ziemlich der Vorlage aus dem Cockpit der D-13 in den USA!



  • Bezeichnung: elektr. Durchflussmesser für Kraftstoff (Anzeige der Kraftstoffpumpenleistung)
  • Anforderungszeichen: Fl.XXX
  • Messbereich: 0 – 90 Liter/ Stunde
  • Hersteller: Hartmann & Braun, Frankfurt/ Main
  • Baujahr: ca. 1935
  • Besonderheit:  spezifiziertes Instrument mit Logo des Herstellers Focke-Wulf auf der Rückseite graviert, vermutlich für den Motor Nr. IV
  • Eingebaut in:  Focke-Wulf FW 200, frühes Baumuster

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  • Bezeichnung: Sauerstoffdruckmesser
  • Anforderungszeichen: Fl.30496
  • Gerät-Nr.: 10-103A-1
  • Messbereich: 0 – 250 Kg/cm²
  • Hersteller: elo=Vinopal, Gebr., Fabrik für Flugzeuggeräte u. Feinmechanik, Moderschan bei Prag
  • Baujahr: ca. 1944

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Gerätetafel Dornier Do 335 A-1

Die Gerätetafel der Dornier Do 335 mit seinen unzähligen Geräten prägte die Gerätetafelbauweise in den späten Kriegsjahren um 1944/45. Auffallend dabei, waren die vielen Bordgeräte mit dem dazumal neu eingeführten kleinem Baumass von 40 mm ! Sinn dabei war es, alle nötigen Bordgeräte zur Überwachung der beiden Motoren, in der Gerätetafel unterbringen zu können.

Die markante „rote Trennmarkierung“ auf der rechten Gerätetafel, um die beiden Motoren „vorn“ +“hinten“ visuel für den Flugzeugführer zu trennen. Ebenso aussergewöhnlich, die beiden Drehzahl- Ladedruckmesser, die mit zwei „Flanschen“ von der Gerätetafel abgehoben (Dicke ca. 20 mm) sind ! Die Flansche wurden dazumal vermutlich aus Aluminium oder Bakelit gefertigt. Die lange Bauform der Drehzahl- Ladedruckmesser, war wohl der Grund dafür. Der Einbau-Raum hinter der Gerätetafel reichte für die langen Drehzahl- Ladedruckmesser einfach nicht aus.

Die beiden Flansche hinter den Drehzahl- Ladedruckmesser

 

Bau

Es war sehr schwierig die Originalmasse des ursprünglichen Gerätebrettes der Do 335 zu bestimmen. Ich konnte mich anhand von Fotos sowie zwei originalen Bodenfunden orientieren. Ich hatte Glück , je ein original Gerätebrett der linken- ( Bodenfund ) und der rechten Gerätetaffel zu erhalten.

Die erste Zusammenstellung mit Papier um das Baumuster (Do 335 A1) zu bestimmen

Linke Seite original (A-Version!)

Nachbau

Rechte Seite original

Nachbau

Den beiden original Teilen konnte Andreas Scheidegger, (Schweiz) die genauen Masse abnehmen und dann mit einem CAD- Programm in den Computer übertragen.

Für diese tolle Leistung und Arbeit bin ich Andreas sehr Dankbar !

Andreas presentiert seine tolle Arbeit in Speyer D – links Nachbau – rechts Original.

Es ist noch zu ergänzen, dass die rechte Gerätetafel , vermutlich aus einem V – Muster der Do 335 stammte, um die nächste Generation der Do 335 Baumuster (B Version) zu testen. Erkennbar an der fehlenden Ausbuchtung zum Einbau in den Cockpitrahmen an der Kanzelverglasung der A1-Version. Da ich das A1 Baumuster bauen will, musste ich die fehlende Ausbuchtung von der linken Originalseite abnehmen und spiegeln. Die restlichen Gerätebrett-Abmessungen waren mit dem A-Bau-Muster identisch. Der nächste Schritt war nun , die genauen Masse für eine CNC (Coputergesteuerte Frässe) aufzuarbeiten. Auch diese Arbeit unterlag Andreas Scheidegger. Somit konnte die Reproduktion in 3 mm Aluminium-Blech mit Laserschnitt beginnen. Das Blinflugpanel in der Mitte wurde hingegen wie im original aus Holz hergestellt. Nach dem schneiden der beiden Seiten-Gerätebretter, wurden diese noch Perlgestrahlt und mit den ergänzenden Verstärkungen zur Befestigung genietet.

Ansicht von vorn

Ansicht von hinten

Die Blindflugtafel :

Diese wurde anhand des original RLM Datenblattes, wie die Alubretter des Do 335 Nachbaus, auf CAD nach gezeichnet. Diese professionelle Arbeit übernahm ebenso Andreas Scheiddegger. Danach wurde die Blindflugtafel mit einer CNC-Holzfräse angefertigt.

Erwin Wiedmer, Zürich den 11.08.2008