Nachbau Führergerätetafel mit Windschutzaufbau
Klemm L 20 (ca. 1929)
Die L 20 wurde als Leichtflugzeug konstruiert, das für einen Serienbau geeignet sein sollte. 83 Stück wurden von 1924 bis 1929 ausgeliefert, die vereinzelt bis Mitte der 1930er Jahre geflogen sind. Die L 25 war ab 1928 das Nachfolgemuster mit rund 480 Stück.
Die Instrumentierung der L 20 am vorderen Sitz, von dem sie auch einzeln geflogen wurde, bestand aus:
Drehzahlmesser Jaeger oder Deuta bis 3000 U/min, Kompass Ludolph FK 1, Fahrtmesser Bruhn bis 150 km/h, Zündschalter, Höhenmesser Lufft bis 4000 m, Borduhr Doxa. Eine Benzinuhr von Maximall saß auf dem Rumpf davor.
Am hinteren Sitz befanden sich ein Drehzahlmesser, ein Fahrtmesser und eine Borduhr.
Der rekonstruierte Aufbau zeigt die Instrumentierung am vorderen Sitz. Der Drehzahlmesser von Veigel bis 3000 U/min und der Fahrtmesser von Westendarp und Pieper (Bruhn) bis 200 km/h sind spätere Geräte und stammen aus einer Klemm L 25. Auch der Kompass FK 6 von Ludolph ist ein späteres Gerät.
Somit stellt die Instrumentierung die Ausrüstung einer späten L 20 dar oder vielleicht auch noch einer frühen L 25, die am Pilotensitz ebenfalls den gleichen Rumpfquerschnitt hatte.
Zum Ende der 1920er Jahre gab es zahlreiche Zwitter zwischen Klemm L20 und L25 (Instrumentierung, Motorisierung, Leitwerksposition, etc.).
Peter W.Cohausz, 2026
Verbaute Instrumente:
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- Drezahlmesser, 0 – 3000 U/min, Veigel, Stuttgart
- Führerkompaß FK 6, Ludolph, Bremerhaven
- Fahrtmesser, 20 – 200 km/h, Westendarp & Pieper, Berlin
- Zündschalter, Bosch, Stuttgart
- Höhenmesser, 0 – 4000m, G.Lufft, Stuttgart
- Borduhr, Dox, Schweiz
Quelle: alle Fotos und Text Archiv Peter W. Cohausz
Instrumentierung Klemm L 20 ab Werk (Werksaufnahme)
Klemm L 20 (Werksaufnahme)
Klemm L 25 a (Werksaufnahme)
Quelle: alle Fotos und Text Archiv Peter W. Cohausz








