- Bezeichnung: Führerkompass
- Anforderungszeichen: Fl.23226-1
- Baumuster: „kleiner Emil“ Lke 6
- Messbereich: 0 – 360°
- Hersteller: Askania-Werke A.G., Berlin
- Baujahr: 1938
- Funktionsweise
Ergänzungen von Friedrich Günther zum Go 242 Instrumentenbrett Nachbau 04.05.2006
Ich möchte nun ein paar Zeilen über das Original Brett der Go 242 schreiben, dieses Go-Brett, kam nach der Wende in unseren Besitz. Wir, die Interessengemeinschaft der Deutschen Lastensegler hatten ja den einen DFS 230 neu nach gebaut der im Luftwaffen Museum in Gatow steht und den einen Original Rumpf soweit gehend zusammen gebaut, das er heute in Wunstorf bei Hannover bei den Heeres Flieger steht.
Das Go 242 Brett wurde in Berlin an Herrn Dr. Dr. Steinle übergeben, dies hatte mich nicht gerade sehr erfreut, da ich gerne von dem Brett die Maße abgenommen hätte. Auch hätte es mich Interessiert, was für Fl. Nr. die Geräte hatten.
Zum Glück, haben die Berliner ebenso die Masse abgenommen. Als bekannt wurde, das ich diese Masse bräuchte, hat man mir einfach eine Kopie des Planes zukommen lassen.
Ich gab diesen Plan unserem Metallfachmann, der dann mehrere Bretter davon machte, 2 fertige Bretter sind bekannt, wobei ich von meinem Brett behaupten kann, dass es mit Originalinstrumenten bestückt ist. Bei dem anderen Brett sind Instrumente die nach 1945 produziert worden sind eingebaut worden.
Das Typenschild einer Go 242 !…hatte ich gedacht, dem war aber nicht so, damals hatte man sogar den Laufboden der Go mit einem Alu Typenschild versehen, ich konnte das anhand der Ersatzteilliste der Go 242 feststellen.
Hier noch ein Bild eines Trägers der in der Go 242 eingebaut war (original). Wir haben davon 7 Stück aus einem Garten ausgegraben, sie waren dort als Blumenbeet-
begrenzung eingegraben worden, und sahen noch so gut aus, Dr. Steinle hatte
mit ausgebuttelt. An einem Träger war sogar noch eine Schleppkupplung dran
gehangen mit einem Typenschild , wir hatten zuerst gedacht, das es ein Klumpen Lehm sein könnte, bis wir es sauber machten. Die Träger hat alle Dr. Steinle bekommen, kostenlos bis auf einen, den habe ich.
4.5.2006 , Friedrich Günther
Folgende Instrumente sind zu erkennen :
Aufnahme vom 20.10.1943 in Bobruisk, Russland. Quelle: Sammlung Cohausz
Man beachte die Panzerplatte vor dem Piloten und den FK 38, welcher hier mittig weit unten sitzt.
An dem schleppenden Flugzeug wurde ein aus Stahlrohr bestehendes
Gerüst montiert in dem eine Schleppkupplung darin verbaut war. Diese wurde Quer eingebaut. Auf dem Bild der DFS sieht man es sehr schön, das in
der Mitte der Kupplung ein Stück sitzt, dass eine Kreuzform aufweist. Diese
wurde lose eingesetzt. Sie wurde nur durch den Federdruck der Kupplung
gehalten. Die Kupplung der DFS steht also gerade, das andere Gegenstück der Kupplung des Schleppflugzeuges war Quer eingebaut.So konnte jedes Flugzeug im Notfall die Kupplung betätigen, das Schleppgespann wurde getrennt. Das Kreuzteil blieb dann an einer der beiden Kupplungsteile hängen und ging so nicht verloren.
Text : Friedrich Günther
Heinkel He 219
„UHU“
Ergänzung von Werner Rüssmann :
Am 16.1.1945 stürzte nicht weit von meinem Wohnort eine Heinkel He 219 A-2 mit der Besatzung Lt.Heinrich Fries und Fw. Alfred Staffa ab. Dieser Absturz ist auch sehr gut in dem Buch über die He 219 von einem der beiden beschrieben worden. Durch die Lektüre dieses Buches ( Der Nachtjäger Heinkel He 219 von Roland Remp ISBN Nummer 3-925505-51-2 ) wurde mein Interesse an der Heinkel He 219 geweckt und der Gedanke das Instrumentenbrett dieser Maschine nachzubauen in die Tat umgesetzt.Die Bauzeit des Brettes betrug ca. 2 Jahre bis alle Instrumente beschafft waren.Schwierig bei den Instrumenten waren die Doppelstellungsanzeige Fl 20842 und das Anzeigegerät für den elektrischen Funkhöhenmesser FuG 101 a mit der Nummer Ln 28330-1 zu bekommen.
Das originale Gerätebrett der He 219 bestand aus Lignofol (Pressschichtholz= mit härtbarem Kunstharz verklebte Holzfurniere).
Das Brett von der Rückseite :
Segelflugzeug
„Baby II“
Segelflugzeugbau Scheider, Grunau – Besatzung: 1 – Spannweite: 13,50 m – Länge: 6,50 m – Höhe: 1,35 m – Leergewicht: 137 Kg – Abfluggewicht: 227 Kg max. – Höchstgeschwindigkeit: 200 Km/h – Gleitzahl: 17 bei 55 Km/h
Beschreibung
Das einsitzige Schulsegelflugzeug “Grunau Baby” ist der weltweit meist gebaute Segler der 30er und 40er Jahre. Der Entwurf geht auf das von E. Schneider und W. Hirth 1931 gebaute Grundmuster zurück. Um den Anforderungen des Schulbetriebes zu entsprechen, wurde es besonders robust ausgelegt und sollte billig und einfach nachzubauen sein. Der Name verweist auf Hirths Flugschule im schlesischen Grunau. Das ab 1933 fliegende Baby wurde in den folgenden Jahren ständig verbessert und erhielt einen zusätzlichen Hilfsholm, eine vergrößerte Spannweite, eine verstärkte Flügelbefestigung sowie ab 1938 eine Sturzflugbremse.
Zu seiner großen Verbreitung – auch im Ausland – trugen einige Segelflugrekorde bei, wie z.B. der 36,5 Stunden Dauerflug Kurt Schmidts von 1933 oder Hanna Reitschs Frauen-Streckenflugrekord von 1934. Neben der “SG-38” war das “Baby” das Standardflugzeug der verschiedenen Fluggruppen und der paramilitärischen Pilotenausbildung in den NS-Fliegerkorps. Auf “Baby” geschulte Hitlerjugend sollte 1944 – also unmittelbar nach Lehrgangsende – in die Ausbildung auf dem Raketenjäger “Me-163” geschickt werden.
Zu diesem späten Zeitpunkt des Krieges hatten diese Maßnahmen jedoch keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis der Auseinandersetzung – insbesondere, wegen Materialknappheit und weil die Ausbildung viel zu kurz war. Die Firma “Petra” stellte das “Baby” bis 1945 individuell her. Jedoch entstanden die meisten in dieser Zeit bei den Fliegergruppen nach Werksplänen im Eigenbau.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Produktion erneut aufgenommen, so dass mit diesen Nachkriegsbauten seit 1933 weltweit 5.000 “Grunau Babys” entstanden.
Folgende Geräte sind eingebaut:
1. Fahrtmesser, J.C.Eckardt (20-150 km/h)
2. Variometer „Lv 7r“, Askania-Werke A.G. (+/- 0-5 m/s)
3. Höhenmesser, Fl.22312, Askania-Werke A.G. (0-3 km)
Segelflugplatz