Original Gerätebrett Ju 88 A-12


Hinweise des Besitzers :

Die Nummer auf dem Bild ist identisch mit der in der Junkers Umbauanweisung “Ju 88 A5 in Ju 88 A12.
Es sind die meisten Ju 88 Tafeln (A5 und ein A4 usw.) gestempelt worden . Normalerweise sind Blechteile mit einem Buchstaben oder einer Zahl gestempelt, in Ausnahmefällen mit dem Hersteller oder BAL !

Junkers Ju 88 A-12 Eingebaute Geräte:

Anzeigegerät AFN 2
2 x Fein-Grobhöhenmesser
Schauzeichen
Kraftstoff-Verbrauchsmesser
0-700 l/h
2 x Statoskop-Variometer -15/+15 m/s
2 x Wendezeiger
Kurskreisel
Wendehorizont
Kurszeiger Lkz 3
Grosser Führertochterkompass
2 x Fahrtmesser 80 -750
2 x Ladedruckmesser
2 x Temperaturanzeigen
2 x elektr. Drehzahlanzeiger Fl.20286-3
elektr. Vierfachdruck-Druckanzeige
Schieber für Betriebsdatentafel
Fl.23501
9 Lampengerät

Die ein gestempelte Nummer

Rückseiten-Ansicht

Detailaufnahmen der Gerätetafel und deren Befestigungspunkte


Original Führergerätetafel He 177


Führergerätetafel rechts

Sitz der rechten Führergerätetafel im Cockpit der Heinkel He 177

Führergerätetafel rechts / Fahrtmesser / Variometer / Wendezeiger

An separater Säule zusammen befestigt


Original Gerätetafel Dornier Do 17 Z


Gerätetafel der Dornier Do 17 Z

Entwicklung der Do 17

Die Dornier Do 17 war ein zweimotoriger Schulterdecker des deutschen Flugzeugherstellers Dornier. Die Maschine besaß ein einziehbares Fahrwerk mit Heckrad und war als Schnellverkehrsflugzeug, aber auch als Bomber ausgelegt. Die Entwicklung der Do 17 geht auf eine entsprechende Ausschreibung des Heereswaffenamtes des Jahres 1932 zurück.

Ein zunächst als Do 15 ausgearbeiteter Entwurf wurde abgelehnt. Die geänderte Do 17 wurde jedoch vom gerade geschaffenen Reichsluftfahrtsministerium mit einem Prototypenauftrag für zwei Exemplare angenommen. Der Erstflug erfolgte dann am 23. November 1934. Der außerordentlich schlanke Rumpf trug ihr den Namen „Fliegender Bleistift“ ein.

Die Flugtests ergaben die Brauchbarkeit der Maschine auch für den militärischen Einsatz. Von vornherein waren sowohl V-Motoren als auch Sternmotoren als Antrieb vorgesehen. Internationale Aufmerksamkeit errang erstmals die Do 17 MV1, ein für den Hochgeschwindigkeitsflug ausgelegter Prototyp, der 1937 beim Internationalen Flugtreffen in Dübendorf bei Zürich den internationalen Alpenrundflug für mehrsitzige Militärflugzeuge gewann.

Die Produktion der Do 17 lief in mehreren Varianten von August 1936 bis Oktober 1940, die ab 1939 gebaute Do 17Z war die leistungsfähigste und mit einer Stückzahl von mindestens 535 Maschinen aus Neuproduktion die numerisch stärkste. Ab Ende 1940 wurde die Do 17 in den Bombereinheiten zunehmend durch neuere Typen wie die Junkers Ju 88 und die Heinkel He 111 mit höherer Bombenzuladung und Reichweite ersetzt. Die verbliebenen einsatzfähigen Flugzeuge wurden zum Teil in Aufklärer (Z-3), Schulmaschinen (Z-4), Wettererkunder (Z-5) und Nachtjäger (Z-7, Z-10, maximal neun Stück) umgerüstet oder an verbündete Staaten (Bulgarien, Finnland, Rumänien) abgegeben.

Gerätetafel

Die Gerätetafel der Dornier Do 17 Z

Gerätetafel zur Triebwerksüberwachung der zwei Bramo 323 P mit je 1000 PS

Geräte in der Tafel :

Die Farbe auf der Geräteteafel

Hier gut zu erkennen, dass auch die Farbauftragung nicht immer perfekt war !

Dornier Do 17 Z-10

Dornier Do 17 Z-2


Original Blindflugtafel Me262


Hier eine originale Blindflugtafel des Strahlenjägers Messerschmitt Me 262. Sehr schön zu erkennen die späte Bauart einiger Bordinstrumente ! Der seltene frühe Wendehorizont Fl.22411 mit der Werknummer “792” und seiner eigenartigen Bauform sowie dem elektrischen Anschlussstecker von hinten direkt an das Gehäuse ! Ebenso interessant die originale Farbgebung sowie die elektrische Beschriftung des AFN 2. Man beachte auch das kleine Abdeckbelch über dem Höhenmesser, wo normalerweise das runde Schauzeichen zum Einbau kam ! Gründe dafür sind uns unbekannt ?!

 

Geräte in der Blindflugtafel :

Gut erkennbar ist die Optimierung Richtung Leichtbau, wie wir es heute im Flugzeugbau kennen. Ziel war es, alle Bauteile des Flugzeuges möglichst leicht zu bauen, mit einer größtmöglichen Festigkeit. Hier auf den Fotos gut zu sehen, das dass Blindflugbrett von hinten ausgefrässt wurde.


Original Gerätebrett Me 262 A-1


Führergerätetafel

Bemerkung des Besitzers zum original Gerätebrett Me 262 A-1 “Sturmvogel”

“Das gute Stück wurde aus den USA zurück gekauft. Es wurde leider von den Amerikanern überstrichen und war total unschön, deshalb musste es neu lackiert werden. Die Beschriftung konnte man am Brett nach dem ablaugen noch erkennen und wurde wieder hergestellt.
Habe leider noch keine gleichen Drehzahlanzeiger, die werden aber bei nächster Gelegenheit ausgetauscht”.

Anmerkung Webmaster

– Die zwei elektr. Drehzahlanzeiger Fl.20266 sind hier auf dem Gerätebrett unterschiedlich. Der eine hat eine Anzeige mit 12.000 U/min und der zweite eine Anzeige mit 15.000 U/min. Beides sind aber gängige Geräte die zu dieser Maschine eingebaut wurden, nur natürlich mit den gleichen Messbereichen. Der Schalt-Zähler- und Kontrollkasten ist hier nicht mehr eingebaut (Einbauloch in der Mitte) Fl.47317 SZKK2.

Geräte auf der Tafel :

Gut erkennbar ist die Optimierung in Richtung Leichtbau, wie wir es heute im Flugzeugbau kennen. Ziel war es, alle Bauteile des Flugzeuges möglichst leicht zu bauen, mit einer größtmöglichen Festigkeit. Hier auf den Fotos gut zu sehen, das dass Gerätebrett inklusive Blindflugbrett von hinten ausgefrässt wurde.

Original Cockpit – Ansicht der Me 262

Me 262 im Einsatz

Fine Art by Marijan Požar

 


Original Sauerstoffanlage Me 110 G


Sauerstoffanlage für den Funker einer Messerschmitt Bf 110 G

Hier schön zu sehen das originale Aufhängeblech, lackiert in Grau 02. Man beachte die bei einer Überholung relativ grob aufgepinselte Farbe!
Der komplette Zustand ist noch original.

Bestandteile der Sauerstoffanlage:

  • Umsteuerhöhenatmer Fl.30403-1 (Gerät Nr. 10-137 C-1, Hersteller ftr = Lindner Eisen- und Stahlwerke GmbH Hannover-Linden)
  • Durchgangsventil Fl.30508 (Gerät Nr. 10-144 A, Hersteller byd = Drägerwerk Lübeck)
  • Schmutzfang für Membranlunge Fl.30517 (Gerät Nr. 10-145 A, Hersteller bwz = Auer Gesellschaft AG Oranienburg)
  • Sauerstoff-Druckmesser 0 – 250 kg/cm² Fl.30496 (Gerät Nr. 10-104 A-1, Hersteller S & B)
  • Sauerstoffwächter Fl.30489 (Gerät Nr. 10-105 A-2, Hersteller bwz)


Original Zusatzgerätetafel Me 110 G-4


Zusatzgerätetafel und Sauerstoffanlage , Messerschmitt Bf / Me 110 G-4

 

Einsatz als Nachtjäger

Bis zum Kriegsende war die Bf 110 neben der Ju 88 der Standardnachtjäger. Die Nachtjägerversionen unterschieden sich vor allem durch den Einbau diverser Radaranlagen, die wiederum ein drittes Besatzungsmitglied, den Radarbeobachter, erforderlich machten. Zusammen mit der manchmal eingebauten Schrägen Musik herrschte anfangs im Cockpit der eigentlich zweisitzigen Maschine eine drangvolle Enge, welche kurzfristig ab der Bf 110 F-4 durch eine leichte Verlängerung des Cockpits vermindert wurde.

Bei Ausrüstung der Nachtjäger mit Flammvernichtern, die die Blendwirkung der Auspuffflammen für den Piloten verhindern sollten und das Flugzeug nachts besser vor der Entdeckung schützten, traten anfangs Motorprobleme auf: Die ersten in der F-Serie verwendeten Flammvernichter verursachten einen hohen Abgasrückstau, der die Lebensdauer der damals verwendeten Motoren vom Typ Daimler-Benz DB 601 F auf etwa 20 Stunden reduzierte. Modifizierte Flammvernichter hoben die Lebensdauer dann wieder auf ein etwas normaleres Maß von etwa 60 Stunden an. Die wichtigste Nachtjägervariante, die Bf 110 G-4, wurde mit dem stärkeren DB 605 B ausgerüstet. Der ansonsten sehr zuverlässige Motor trat anfangs durch häufige Motorbrände negativ in Erscheinung, dies führte fast das ganze Jahr 1943 hindurch zu einem Verbot der Nutzung der Maximalleistung. Auch geriet der Bf 110 die drangvolle Enge im Cockpit zum Nachteil; weitere elektronische Ausrüstung wie das FuG 350 Naxos oder das FuG 227 Flensburg konnten nicht mitgeführt werden, da kein Platz für die Bedienelemente und Anzeigen vorhanden war.

Einbauten:


Original Gerätebrett Me 110 G-4


Während den großen Nacht-Bomberoffensiven der Briten im Jahre 1943 konnte die Luftwaffe mit der Messerschmitt Me-110 viele Erfolge melden.

“Die Nachtjagd bedeutete zu jener Zeit eine besondere Herausforderung, der nur absolut motivierte und trainierte Piloten entgegentreten konnten. Im Dunkeln der Nacht konnte sich die jeweilige Besatzung nur auf die Bordinstrumente, den Funksprechverkehr zum Bodenradar und ihre Intuition verlassen. Was die Nachtjagdpiloten mit ihren Kameraden von den Tagjagdgeschwadern verband, waren die schwerbewaffneten und in großen Zahlen auftretenden alliierten Bomber.”

 

Original-Gerätetafel Messerschmitt Me/Bf 110 G-4

Hintergrundinformationen zum Brett

( Eigentümer )

Gebaut wurde es vermutlich 1943/44 für die Bf 110 F oder frühe G. Später oben umgebaut mit SZK K 3, was den Einbau von zwei MK 108 anstatt der vier MG 17 in der Rumpfspitze belegt. Somit also Verwendung in einer Bf 110 G-2 oder vielleicht sogar einer G-3 oder G-4.
Mehrere Farbschichten belegen, dass die zugehörige Maschine wohl ein längeres Einsatzleben bis Kriegsende hatte, vielleicht auf einer Fliegerschule.
1945 wurde das Brett wohl im Raum Nürnberg ausgebaut. Da standen genug abgestellte Luftwaffenmaschinen z.B. in Fürth.
1978 tauchte es dann auf einem Flohmarkt in Süddeutschland auf, noch zur Hälfte gefüllt.
Die eingebauten Geräte waren eine Mischung aus früheren Instrumenten wie Tankanzeige der Bf 110 C (!) und spätere wie die Ladedruckmesser mit den Sektoren.

 

Gerätetafel vor ca. 30 Jahren

Die Suche nach den fehlenden Instrumenten und Teilen dauerte dann fast 30 Jahre bis alles weitgehend original wieder komplett war.
Die untere Hilfsgerätetafel mit den Abwurfschaltkästen ist eine Nachfertigung mit Originalgeräten. Der Oberbau mit den Lampen und dem Revi ist eine Rekonstruktion nach Fotos aus dem RAF-Museum. Die Beleuchtung ist funktionsfähig, einschließlich der UV-Lampen.
Momentan ist der Stand der Ausstattung der einer späteren Bf 110 G-4 mit Revi 16 B wie im RAF-Museum. Die gelbe Leitung links gehört zur Scheibenspülungsanlage. Bei der MK 108 war der Pulverdampf so intensiv, dass die Frontscheibe verrußte und die Maschinen mit einer Scheibenreinigung nachgerüstet werden mussten.

Kurskreisel mit Beleuchtung

Me 110 mit FuG

Vierlampengerät in Funktion

 

Gerätetafel vor dem Gesamtaufbau

(2010)

Der Gesamtaufbau

(Fertiggestellt 2013)

Fotos: Peter W. Cohausz


Original Gerätebrett He 219 Uhu


Hauptgerätebrett Heinkel He 219

Hinweis :

Eine originale Gerätetafel einer He 219 – auffallend ist, die hier noch befestigten originalen Seitenhalterungen der Tafel zum Einbau in den vorderen Cockpitbereich des Flugzeugführers. An einigen Stellen sind noch gut die grauen Farbreste der originalen Bemalung zu erkennen. Auffallend ist die einfache aber stabile und leichte Bauform der Tafel selbst aus Lignofol (Pressschichtholz= mit härtbarem Kunstharz verklebte Holzfurniere).

Die beiden hier vorgestellten Gerätetafeln (1 & 2), stammen aus einem Fund in Deutschland.

Folgende Geräte waren hier Eingebaut :

1. Kippschalter Fl 32350
8. Variometer Fl 22382
2. rundes Drehschauzeichen Fl 32530-7
9. Anzeige Funknavigation AFN 2 Ln 27002
3. Fahrtmesser Fl 22234
10. 2 x elektr. Drehzahlmesser Fl 20269
4. elektr. Wendehorizont Fl 22415
11. Ladedruckmesser Fl 20556
5. Fein- Grobhöhenmesser Fl 22322
12. Doppelstellungsanzeige Fl 20842
6. Führertochterkompass PFK f-2 Fl 23334
13. elektr. Funkhöhenmesser FuG 101 Ln 28330-1
14. 2 x Doppeldruckanzeige Fl 20572
7. elektr. Notwendezeiger Fl 22412
15. 1 x Blinddeckel

 

Die Bunkerfunde:

Die beiden Gerätetafeln wurden in einem Bunker in Deutschland entdeckt. Beim Auffinden stellte man fest, das die Tafeln über länger Zeit im Wasser standen. Die gute Verleimung der Holzstruktur verhinderte eine Zersetzung der selben. Die verschiedenen Ablagerungen über die Jahre schützten das Holz positiv sowie das fehlende Sonnenlicht. Einzig die originale Deckfarbe (grau) war zu 99 % verschwunden.

Die Geräte selbst waren alle noch vorhanden. Dennoch mit sehr starken Schäden in den Gehäusen und den Deckgläser dieser. Auslöser der Zerstörung war vermutlich eine Druckwelle, die auf einen Bomben- oder Artillerieangriff zurückzuführen war, wodurch vermutlich auch der Bunker zugeschüttet worden ist bis zum heutigen Tag.

Hier eine Museumsmaschine…


Original Gerätebrett Me 109 F


Hier eine sehr seltene originale Gerätetafel der Messerschmitt Me 109 F – – inklusive Gussträger für das Reflexvisier und die Borduhr. Leider fehlt die dazugehörende Blindflugtafel mit den Navigationsinstrumenten.

Bild aus dem Handbuch der Me 109 F

Am Original sind noch die Gummifederungen zu erkennen, wo die Blindflugtafel befestigt wird. Unten rechts der Notzughebel für das Fahrwerk !

Original-Gerätetafel Messerschmitt Me/Bf 109 F

Instrumentierung der Tafel

Bilder aus der Bedienungsanleitung der Me 109 F

 Gerätetafel Bilder

Bild aus dem Handbuch der Me 109 F

 

Messerschmitt “Me 109 F” Reihe

Ab Frühjahr 1941 standen in Deutschland die leistungsfähigeren DB 601-Motoren zur Verfügung. Durch den Einbau dieses Motors und durch aerodynamische Verbesserungen sollte die Flugleistung verbessert werden. Als Prototyp wurde eine Maschine der E-Reihe mit dem neuen DB 601 E ausgerüstet, was eine komplett überarbeitete Motorhaube notwendig machte. Der Ladelufteintritt wurde umgestaltet und besaß nun den bestmöglichen Staueffekt. Die Luftschraube hatte einen kleineren Durchmesser, die Propellernabe wurde vergrößert. Die Flächenkühler wurden zur Grenzschichtabsaugung herangezogen und die bisher abgestrebte Höhenflosse wurde freitragend. Die Spannweite wurde vergrößert, die Flächen hatten runde Spitzen. Frise-Querruder wurden anstelle der bisherigen Spalt-Querruder eingebaut, und normale Wölbungsklappen kleinerer Fläche fanden anstelle der bisher benutzten Spaltklappen Verwendung.

“Beutemaschine” mit russischen Hoheitszeichen !