• Bezeichnung: Zielfernrohr ZFR 4A
  • Anforderungszeichen: Fl.22863
  • Gerät Nr. 127-546A-1
  • Baumuster: ZFR 4A
  • Optische Visierlinie: Leuchtendes Strichbild mit Vollkreis
  • Hersteller: beh = Ernst Leitz G.m.b.H, Wetzlar
  • Baujahr: 1943 / 44 / 45
  • Eingebaut in: Me 410 A-2, B-2 mit 2 MK 103 sowie Me 410 A-1/U4 und Me 410 B-2/U4 mit BK 5
  • Funktionsweise: Das ZFR 4A ist ein optisches Doppelvisiergerät für starre Flugzeugbordwaffen, bei welchem ein Fernrohrvisier und ein Reflexvisier kombiniert mit parallelen Visierachsen zueinander liegen. Der Einblick des Fernrohres ist nach oben geneigt, so daß die okularseitige Fernrohrachse die Visierlinie des Revi in der Austrittspupille des Fernrohres schneidet. Visiert wird über die Fernrohrvisierung um das eigentliche Ziel auszumachen. Wodurch dann mit geringe Augendrehung nach oben zum leuchtenden Abkommen des Revi`s übergegangen werden kann, wobei bei Einhaltung des vorgesehenen Augenabstandes von 255 mm (okularseitiger Schnittpunkt beider Visierachsen) zur Schussabgabe gezielt wird.
  • Besonderheiten:
    • Fl.22864 Fernrohr
    • Fl.22698 Befestigungsplatte
    • Fl.22699 Befestigungsflansch
    • Produzierte Stückzahlen: ca. 160
      Heute noch bekannte Stückzahl: ca. 6-8
      Modelgruppe: ZFA 3-A (Fl 52513) ZFR 3-B Weiterentwicklung ZFR 4-B

 

 

 

 

Technische Angaben

Masse und Gewichte:

Länge: 530 mm
Breite: 100 mm
Höhe: 210 mm

Teleskop Länge: 370 mm
Gewicht: 3.275 Kg (Teleskop: 1,560 Kg)

Weitere Flugzeugtypen:

Verwendet in Erdkampfflieger : Die Flugzeugmuster Me 410 A-2, B-2 mit 2 MK 103 sowie Me 410 A-1/U4 und Me 410 B-2/U4 mit BK 5 sind zur Erhöhung der Zielsicherheit an Stelle des Revi C12/D bzw. Revi 16 B mit einem Zielfernrohr ZFR 4 A ausgerüstet. Die Henschel Hs 129 B-3 wurde mit dem Zielfernrohr ZFR 3A / ausgerüstet, dieses wurde aus Platzgründen ausserhalb der Führerkanzel for der Panzerscheibe montiert. Eprobung: Me 110 C, Me 109 G, Me 410, Hs 129 B-3 (mit ZFR 3A) , Fw 190 A-8, BV 155, Bf 109 E, Ju 88, Me 262, Ta 154

Einbau:

Das ZFR 4A ist im Führerraum an Stelle des Revi auf einem Trägergerüst in Kopfhöhe zwischen Panzerglasscheibe und vorderer mittlerer Kabinenscheibe angeordnet. Der Fernrohrstutzen ragt nach vorne durch die mittlere Plexiglasscheibe des vorderen Kabinenaufbaues hindurch, wo er in einem Führungsring ruht, der über eine Stütze mit dem Trägergerüst verbunden ist.
Das aus geschweißtem Stahlrohr bestehende Trägergerüst ist an zwei Punkten fest mit dem Rumpfobergurt und an einem dritten Punkt mit dem vorhandenen Revisockel verschraubt.
An dem Trägergerüst befindet sich vorne die Anschlußfläche, an der mittels vier Stehbolzen das ZFR 4A befestigt ist. Zur groben Einjustierung ist zwischen Gerät und Geräteanschlußfläche eine Kalotie geschaltet, an der das ZFR 4A der Höhe und Seite nach um ± 0,5° versetzt werden kann.

Gesichtsfeld:

Im Fadenkreuz des Fernrohrvisiers erscheint das anvisierte Objekt in vierfacher Vergrößerung!

Augenabstand vom Einguck: 255 mm
Durchmesser Einguck / Linse: 64 mm
Durchmesser Ausguck / Linse: 90 mm

Justierbereich:

Höhe etwa +/- 5,5°
(optische und mechanische Visierline werden getrennt justiert).

Elektrische Angaben:

Stromart Gleichstrom
Betriebsspannung 24 bis 30 V
Leistungsverbrauch etwa 20 W

 

 

 

Vergleich der beiden Baumuster ZFR 3-A Zielfernrohr für die Henschel Hs 129 (Panzerjäger) und dem ZFR 4-A Zielfernrohr für die Messerschmitt Me 410 (Zerstörer) zur Kampfflugzeugbekämpfung

 

 

 

 

Weiterführender Beitrag zum Zielfernrohr ZFR 4A folgt in Kürze….

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