- Bezeichnung: Widerstandskasten
- Anforderungszeichen: Fl.22571-2
- Gerät-Nr.: 127-220A-1
- Baumuster: SAM-LKW3
- Hersteller: Siemens Apparate u. Maschinen GmbH, Berlin
- Baujahr: ca. 1940
- Eingebaut in: Siemens Kurssteuerung LGW K4ü, K12
„Trainer“
D-EZWA 1945
Typen-Beschreibung
Nur sehr wenig ist über die Skoda-Kauba Flugzeuge bekannt. Die Skoda-Kauba V4 erregte das Interesse der RLM. Es erteilte in der Folge einen Entwicklungs- und Bauauftrag. Es sollte ein leichter Jagdflugzeugtrainer entstehen. Mit der Bezeichnung Sk 257 wurde es in die RLM-Liste aufgenommen. Zwei Prototypen entstanden vor 1945. Die Sk 257 V1 (alias Skoda-Kauba V4) besaß eine glatte Propellernarbe und hatte das Zivilkennzeichen D-EZWA. Der zweite Prototyp Sk 257 V2 hatte eine Argus-Propellernarbe. Auch die Kabinenhaube war vereinfacht worden. In Polen soll noch die Serienfertigung angelaufen sein. Allerdings wurden vor Kriegsende nicht mehr als fünf Maschinen fertig.
Die Führergerätetafel der Skoda-Kauba Sk 157.
Oben :
Unten :
Zusätzlich:
SK 257 V1/V8
Linker Flügel und Fahrwerk der Skoda-Kauba Sk 257
Quelle : Letecke Muzeum, Praha Kbely, CZ
„Schulmaschine“
Instrumententafel Klemm L 25 c
Es handelt sich um die hintere Gerätetafel einer zweisitzigen Schulmaschine Klemm L 25 c aus dem Jahr 1934. Diese weniger häufige Version war üblicherweise mit Motoren wie dem 70 PS Hirth HM 60 oder vereinzelt auch mit einem 60 PS BMW Xa oder einem 85 PS Pobjoy R ausgerüstet und wurde ab 1932 gebaut.
Es ist zwar eine Zivilmaschine, aber am Schluß wurde ja fast alles, was noch flog bei der Luftwaffe „eingezogen“ und auf den Fliegerschulen aufgebraucht. Die Instrumententafel stammt vermutlich von einer Maschine, die noch bis Kriegsende überlebt hat und ist dann als Erinnerungsstück als Ganzes ausgebaut worden. Es handelt sich hier also um den seltenen Fall, dass Gerätetafel und Instrumente noch eine historische Einheit bilden. Leider ist die Identität der Maschine unbekannt.
Das Instrumentenbrett selbst besteht interessanterweise aus einem ca. 5 mm starken schwarzen Kunststoff. Im Rahmen einer Überholung ist es einmal schwarz überlackiert worden. Die Beschriftungen „Höchst Drehzahl 2200“ und „Benzin Uhr“ sind von Hand aufgemalt und bei der nachträglichen Überlackierung ausgespart worden.
Die Instrumente sind üblicherweise mit Schrauben und Muttern befestigt. Der Kompass sitzt zur Verstärkung an einer zweiten, braunen Kunststoffplatte, die vorne auf das Gerätebrett aufgeschraubt ist. Dazu ist er mit einer dicken Gummipolsterung schwingungsgedämpft.
Momentan (Stand 2009) befindet sich das Gerätebrett als Leihgabe im „Haus der Geschichte“ in Stuttgart und soll dort in einer kleinen Ausstellung über Hanns Klemm gezeigt werden.
Text Peter W. Cohausz
Klemm Kl 25 D und E
Führer Gerätetafel mit Motorkraftstoffpumpe
Technische Daten :
Spannweite : 13,00 m Länge : 7,5 m Geschwinfigkeit : 160 km/std
Motor 70 PS Hirth HM 60
„Schulmaschine“
Instrumententafel Klemm 35
Die Klemm Kl 35 war ein im Auftrag des Reichsluftfahrtministeriums (RLM) entwickeltes Schul- und Sportflugzeug der Leichtflugzeugbau Klemm GmbH, das als Nachfolger der weltweit bekannt gewordenen L bzw. Kl 25 in den 1930er und 1940er Jahren in der klassischen Klemm-Bauart als freitragender Tiefdecker gebaut wurde.
Das voll kunstflugtaugliche Flugzeug wurde erstmals im Oktober 1935 auf der Internationalen Luftfahrtschau in Mailand gezeigt und fand auch bald Interesse bei vielen Privatleuten und ausländischen Luftwaffen, wie der rumänischen und der ungarischen, sowie bei der schwedischen Flygvapnet, die allein 74 Flugzeuge kaufte und sie als Sk 15 zur Schulung einsetzte. Wenigstens fünf davon waren Schwimmerflugzeuge. Zu einem Lizenzbau im Ausland kam es jedoch nicht.
Gerätetafel
Es handelt sich um die vordere Gerätetafel des Flugschülers, einer zweisitzigen Schulmaschine Klemm 35 ca. aus dem Jahr 1937.
Diese Gerätetafel hier mit (Werknummer 4027 und Stammkennzeichen GI+CF) – scheint eine wirkliche Rarität zu sein, wo man doch hier die Identität der Maschine erkennen kann!
Die oben genannte Werknummer ist vermutlich für eine Zivilmaschine zu hoch!
Diese hatten Werknummern bis um 2000. Nach dieser Zeit sind vermutlich keine Kl 35 mehr für zivile Zwecke ausgeliefert worden. Der Stammkennzeichenblock GI+CA bis CZ ist in etwa ab März 1941 bei den Flugschulen nachweisbar.
Hinzu kommt der Einbau eines FK 38. Die frühen Kl 35 hatten noch den FK 5.
Insofern dürfte es sich bei der WNr. 4027 um eine direkt an die Luftwaffe gelieferte Maschine handeln und nicht mehr um eine zivile.
Die Vorderseite wurde neu lackiert, war schwarz gestrichen worden, wohl nach dem Krieg.
– Cellon Hülle und Vordruck für Kompaß Kompensierung sind noch original.
– Rückseite und Halterahmen sind in original Farbe vorhanden !
Die eingebauten Instrumente sind (von links):
Das Instrumentenbrett wurde im Rahmen einer Überholung auf der Frontseite einmal schwarz überlackiert. Die Hinweise mit „Ablenkungstafel“ und „Hinweisschild mit Grenzmarkierungen“ sind immer noch original erhalten!
Die Instrumente sind üblicherweise mit Schrauben und Muttern befestigt. Der Führer-Kompass FK 38 sitzt ind er Mitte des Gerätebrettes.
Nostalgie pur !
Hier im Fluge bei einer Neuzeitlichen Flugshow
(mit zum Teil nicht mehr historischer Instrumentierung!)
Bild-Quelle unten: Quax – Verein zur Förderung von Historischem Fluggerät
Beschreibung:
Zweisitziges Schulflugzeug in Doppeldeckerausführung. Entwickelt 1933 als Land- und Seeflugzeug. Der erste Prototyp wurde noch von einem Argus As 8 R Reihenmotor mit 150 PS, die Serienausführung He 72 L erhielt einen Bramo-BMW Sh 14 A-Sternmotor. Von diesen Maschinen wurde eine Anzahl als Schulungs-Maschinen für die Luftwaffe gebaut. Sie waren 7,50 m lang, 2,70 m hoch und hatten eine Spannweite von 9,00 m. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 194 km/h, die Reichweite 820 km und die Gipfelhöhe 4200 m. Die verspannten einstieligen Doppeldecker waren Stoff-bespannt. Die Version He 72 L hatte zwei flachkielige Schwimmer.
Führergerätetafel
Oben :
Hinweisschild für den Vorratsmesser :
Unten:
Es existiert noch ein zweites Originalbrett, welches vor einiger Zeit für eine Privatsammlung restauriert wurde.
Es stammte aus dem Besitz eines alten Fliegers, der es in den Jahrzehnten nach dem Krieg mit nicht allzu vielen passenden Instrumenten und Schildern ausgestattet hatte. Mit der Hilfe einiger befreundeter Sammler konnte es wieder weitgehend in den Originalzustand gebracht werden. Auch der sehr seltene Kraftstoffvorratsmeser (hier die späte Version bis 110 Liter) für die He 72 konnte dafür aufgefunden werden. Die seltene Abdeckung für den frühen Netzausschalter samt Hinweisschilder wurde nach gefertigt. Der Umbau auf den rechteckigen Zündschalter und die Junghans-Borduhr war am Brett so vorhanden. Der schwarzgraue Anstrich des Bretts war zum Glück noch mit einer schönen Patina vorhanden. Die farbigen Markierungen der Instrumente erfolgten nach einem historischen Foto.
Vorlage für die Ausstattung mit dem FK 38 war die Führerraumübersicht für die He 72 C und D von 1941.
Die Beleuchtung funktioniert ebenfalls. Einigermaßen ablesen konnte der Pilot damit allerdings nur Fahrtmesser, Höhenmesser und Drehzahlmesser. Aber vielleicht reichte es ja für die Schulflüge. Der Zufall wollte es, dass kurz darauf noch die kleine Konsole für Merkleuchte und Schalter für die Fahrtmesserdüse aus einer He 72 in eBay auftauchte. Diese konnte erworben und restauriert werden und ging dann ebenfalls an das Deutsche Technikmuseum in Berlin.
Fotos: Peter W. Cohausz
Es handelt sich um die Führergerätetafel vom hinteren Sitz. Der Anstrich mit schwarzem Kräusellack ist noch original, ebenso die Hinweisschilder mit den finnischen Beschriftungen. Beim Erwerb war das Brett ohne Instrumente.
Eingebaut gehören in die Führergerätetafel der Fw 44 J nach Ersatzteilliste:
| Zündschalter | Fl 21110 | |
| Höhenmesser | Fl.22310 | (0-6000 m) |
| Fahrtmesser | Fl.22221 | (50-350 km/h) |
| Borduhr | Fl.22602 | |
| Kompass Zürn (Plath) Z7g, | Fl.23227 | |
| 2 Schalter Bosch | Fl 26851 | für die Gerätebeleuchtung und die Positionslampen |
| Drehzahlmesser | Fl.20212 | (500-2400 U/min) |
| Schmierstoffthermometer | Fl.20308 | (20-120°C) |
| Schmierstoffdruckmesser | Fl.20606 | (0-10 kg/cm²) |
| Benzindruckmesser | Fl.20504 | (0-0,5 kg/cm²) |
| Schalter für Scheinwerfer | Fl 32316 | oder Fl.26851 |
| Wendezeiger | Fl.22402 | (optional) |
Die derzeitig eingebauten Instrumente sind allesamt deutscher Herkunft, soweit sie zu beschaffen waren. Schön und historisch passend wäre es natürlich, die finnische Instrumentierung wiederherzustellen, aber die Exportgeräte mit finnischen Beschriftungen sind kaum zu bekommen. Immerhin ist der Wendezeiger ein Gerät aus Finnland.
Der Höhenmesser mit der Aufschrift „Korgus“ für Höhe ist ein Exportgerät für Estland. Bei den finnischen Geräte wurde für Höhe das Wort „Korkeus“ angebracht.
Im Lauf der Zeit wurde auch der kleine runde Zündschalter Fl 21110 durch die rechteckige Bosch-Type Fl.21118 ersetzt. Dazu merkt man einigen der abgeänderten Instrumentenöffnungen an, dass wohl einmal ausländische Geräte eingebaut waren.
Abweichend von der deutschen Originalausrüstung sind derzeitig eingebaut:
| Variometer | Fl.22384 | (+/-15 m/s) zusätzlich |
| Kippschalter | 19-9305 A-1 |
für Scheinwerfer |
| Höhenmesser Askania | Lh 19r | 0-6000 m (Estland-Export) |
| Fahrtmesser | Fl.22228 | (50-350 km/h) |
| Borduhr Kienzle | Fl.23886-1 | |
| Wendezeiger Askania Lg 14r | trotzdem mit Fl.22402! | (Finnland-Export) |
| Führerkompass Plath Z 10 | Fl.23230 | |
| Schmierstoffdruckmesser | Fl 20625 | (0-10 kg/cm²) |
| Drehzahlmesser | Fl.20206 | (500-2400 U/min) |
| Gerätelampe | Fl.32267 | |
| Die Deviationstabelle ist eine Kopie |
Hinweisschilder mit den finnischen Beschriftungen:
Hier haben wir den seltenen Fall, dass die dem Gerätebrett zugehörige Maschine noch bekannt ist:
Focke Wulf Fw 44 J, Werknummer 2929, gebaut 1940 in Lizenz bei Ceskomoravska-Kolben-Danek (CKD) in Prag für den Export nach Finnland. Im August 1940 mit dem Exportkennzeichen D-EXWP nach Finnland überführt und dort als SZ-26 in der finnischen Luftwaffe bis 1960 geflogen. 1964 in Finnland zivil als OH-SZA zugelassen, aber schon 1965 in die USA verkauft. 1978 zurück nach Deutschland und in 6000 Stunden neu aufgebaut. Dabei wurden auch die Instrumentenbretter erneuert. Zum Glück hat der Eigentümer das leere Originalbrett aufgehoben und vor Jahren dann im Tausch gegen einen Kompass OK 38 abgegeben.
Ab 1979 erfolgte die Zulassung der Maschine in Deutschland als D-EJOI. 1996 erhielt sie das Phoenix-Diplom für die gute Restaurierung. Zuletzt war die Fw 44 in Bad Dürkheim zuhause.